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Saar-Waldarbeiter muss Geldbuße wegen fahrlässiger Tötung zahlen

Nach dem Unfalltod eines 39-jährigen Waldarbeiters am 12. November vergangenen Jahres im Staatswald in Beckingen hat die Staatsanwaltschaft Saarbrücken das Ermittlungsverfahren gegen einen gleichaltrigen Arbeitskollegen gegen Zahlung einer Geldauflage von 1500 Euro vorläufig eingestellt.

Gegen den Mann war wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt worden. Dies wurde gestern auf Anfrage unserer Zeitung bekannt. Die beiden Männer, Mitarbeiter einer Firma für Forstarbeiten, hatten an dem Herbsttag zum Ende der Schicht gegen 16.20 Uhr an einem steilen Hang gemeinsam eine Pappel umlegen wollen.

Die Staatsanwaltschaft kam bei ihren Ermittlungen zu dem Ergebnis, dass der Beschuldigte mit der Motorsäge hierbei einen „falschen Fällschnitt“ ansetzte, so dass der 25 Meter hohe Baum nicht in die vorgesehene Richtung fiel, sondern auf den Arbeitskollegen, der hierbei schwer verletzt wurde und wenig später im Krankenhaus starb.

Der Staatsanwalt warf dem Sägeführer vor, dass er das Geschehen hätte vorhersehen und geeignete Sicherheitsmaßnahmen treffen können, um den Vorfall zu verhindern. Insbesondere hätte er dafür Sorge tragen können und müssen, dass sich der Kollege nicht in einem derartigen Gefahrenbereich aufhalten konnte.

In einem ähnlich gelagerten Fall, bei dem am 30. Oktober 2015 in Dudweiler ein 26-jähriger Forstwirt von einem Baum erschlagen worden war, stellte die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den Sägeführer ohne Geldauflage ein. Hier war dem Getöteten, der zu nah gestanden hatte, ein ersichtliches falsches Verhalten, also erhebliche Mitschuld zugeschrieben worden.
 

Bessere Sicherheitsstandards

Das Saar-Umweltministerium und der Landesbetrieb Saarforst nahmen die tödlichen Unfälle zum Anlass, die Sicherheitsstandards für ihr eigenes Personal und auch für Mitarbeiter von Fremdfirmen zu erhöhen. Demnach sollen in Zukunft Nachlässigkeiten in der Routine des Alltags vermieden werden.
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