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Saar-Winzer erwarten einen sehr guten Jahrgang

Saarbrücken/Mainz. Es war ein deutsches Weinjahr mit Höhen und Tiefen. In einigen Regionen mussten die Winzer lange um einen guten Jahrgang bangen – nicht so im Saarland. „Für uns war es ein hervorragendes Jahr“, sagt Helmut Herber, Vorsitzender des Saarländischen Winzerverbandes.

Spätfrost im Mai hatte unter anderem in der Pfalz, in Rheinhessen, Franken und Württemberg die Blüten erfrieren lassen.

Beginn der Lese so früh wie nie

Im August sorgten heftige Hagelschauer in manchen Rebzeilen für Totalverluste. „Die saarländischen Weinberge sind davon verschont geblieben“, so Herber.

Nach dem durchwachsenen Sommer kam die Wende: Perfektes Lesewetter im September rettete vielerorts die Ernte, bundesweit rechnen viele Weingüter mit einem sehr guten Jahrgang 2011. Auch Herber betont: „Die Erntemenge war zwar durchschnittlich, dafür ist der Wein aber von ausgezeichneter Qualität.“ So früh wie nie seien die saarländischen Winzer dieses Jahr in die Lese gestartet. „Die Monate März, April und Mai waren ungewöhnlich warm, so dass der Wein einen Vegetationsvorsprung von drei Wochen hatte“, erklärt Herber. Deshalb konnte bereits Anfang September die Lese begonnen werden. Eine Rebsorte stach dabei besonders heraus. „Der Burgunder ist in diesem Jahr ganz prächtig geworden“, so Herber.  Auch der Riesling sei im Saarland gut gewachsen.



Schon Goethe pries die „Elfer“

Der Präsident des Verbandes der Deutschen Prädikatsweingüter (VDP), Steffen Christmann, verspricht sich viel vom diesjährigen Wein in Deutschland: „Der 2011er hat die Chance, zu einem großen Jahrgang zu werden.“

Ob es ein Jahrhundertjahrgang in der Tradition der „Elfer“ wird, entscheidet sich nun im Keller. So gilt der 1811er-Jahrgang als legendär und wurde sogar von Johann Wolfgang von Goethe gepriesen. Helmut Herber ist überzeugt, dass sich der saarländische Wein gut in diese Tradition einfügt, von einem Jahrhundertjahrgang will er indes nicht sprechen.

An den Steillagen der Mosel ist derweil die Lese noch in vollem Gange. Die Qualität der Trauben sei hervorragend, sagt Adolf Schmitt, Geschäftsführer von Saar Mosel Winzersekt in Trier. Viele Weingüter ließen die gesunden Trauben bewusst noch bis zur Vollendung reifen, weil dadurch weitere Mineralstoffe gebildet werden. „Das bedeutet, dass die Ernte vereinzelt bis Anfang November andauert.“
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