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Saar-Wirtschaft: Stimmung wird besser

Für seine Einschätzung beruft sich Giersch auf die aktuelle IHK-Konjunkturumfrage vom Februar, an der sich 300 Unternehmen mit rund 120.000 Beschäftigten beteiligten.

Für seine Einschätzung beruft sich Giersch auf die aktuelle IHK-Konjunkturumfrage vom Februar, an der sich 300 Unternehmen mit rund 120.000 Beschäftigten beteiligten.

Saarbrücken. Nach mehreren Monaten eher trüber Stimmung ist die Saar-Wirtschaft jetzt wieder spürbar zuversichtlicher. Die Industrie- und Handelskammer Saarland (IHK) rechnet daher damit, dass der Arbeitsmarkt schon bald die Winterstarre überwindet und die Zahl der Erwerbstätigen auch in diesem Jahr steigt. „Wir halten ein Plus von 2500 Arbeitsplätzen für möglich und wahrscheinlich“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Volker Giersch. In den vergangenen Jahren waren aber noch viel mehr neue Arbeitsplätze entstanden: 9000 im Jahr 2011 und gut 4000 in 2012.

Für seine Einschätzung beruft sich Giersch auf die aktuelle IHK-Konjunkturumfrage vom Februar, an der sich 300 Unternehmen mit rund 120.000 Beschäftigten beteiligten. Der IHK-Klimaindex ist gegenüber dem Vormonat um fünf Punkte auf 143 Zähler gestiegen. Verbessert haben sich insbesondere die Aussichten für die kommenden Monate. Das entsprechende Barometer kletterte um 5,2 auf nun minus 0,7 Zähler. Bestimmend dafür ist insbesondere ein Stimmungsaufschwung in der Industrie. In der Industrie meldet vor allem die Medizin-, Mess- und Automatisierungstechnik gute Geschäfte. Mit Abstrichen gelte das auch für den Maschinenbau und die keramische Industrie. „Unser Konjunkturtest macht Hoffnung, dass die Saar-Wirtschaft im Frühjahr wieder auf einen Wachstumskurs einschwenken wird. Die Impulse dafür dürften vor allem vom Auslandsgeschäft kommen“, sagte Giersch. Positiv sei auch, dass sich die Konjunktur in den südlichen Ländern der Eurozone zunehmend stabilisiere. „Wir halten deshalb ein Exportplus von fünf Prozent in diesem Jahr für erreichbar.“ red

Meinung
Jobmotor Industrie
Von SZ-Redakteur Volker Meyer zu Tittingdorf

 
Es ist schon oft gesagt worden, aber die aktuelle IHK-Umfrage hat wieder bestätigt: Das Saarland ist ein Industrieland. Und die Industrie ist der wichtigste Jobmotor. Steigt in der Kernbranche die Stimmung, entstehen sehr bald neue Arbeitsplätze – direkt in den Fabriken und dann auch wegen der zusätzlichen Konsumnachfrage indirekt in Dienstleistung, Handwerk und Handel. Wenn die Prognose sich bewahrheitet, dass 2500 neue Jobs entstehen, wäre das ein schöner Erfolg fürs Land. Noch besser wäre, wenn sich der Trend weiter fortsetzt. Das wäre die beste Werbung fürs Saarland. Die Menschen außerhalb des Landes müssen es dann nur noch erfahren, dass es hier viele und gute Jobs gibt.
 
Hintergrund
Die Industriekonjunktur  im Saarland hat sich im vergangenen Jahr leicht abgeschwächt. Der Umsatz belief sich auf 25,8 Milliarden Euro. Das entspricht einem Rückgang von 0,2 Prozent, berichtete das Statistische Amt am Freitag. Während der Auslandsumsatz mit 12,9 Milliarden Euro auf dem Vorjahresniveau blieb, gab der inländische Umsatz um 0,5 Prozent nach. red


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