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Saar-Wirtschaft erholt sich gut

Saarbrücken. Das Saarland hat sich bei der Erholung von der Wirtschaftskrise besser geschlagen als die meisten anderen Länder der Republik. Das zeigt der Jahresrückblick, den das Statistische Amt des Saarlandes gestern veröffentlicht hat. Demnach ist die Wirtschaft im ersten Halbjahr real um 4,9 Prozent gewachsen. In ganz Deutschland lag das Wachstum nur bei real 3,9 Prozent.

Mit Blick auf den vorangegangenen Absturz aber auch die unterschiedlichen Branchen zeichnet sich allerdings ein differenzierteres Bild. So waren im Jahr 2009 die Umsätze fast aller bedeutenden Industriezweige um mehr als 30 Prozent eingebrochen. „In vielen Bereich hatten wir Aufholprozesse nach einem besonders tiefen Fall“, sagt Wirtschaftsminister Christoph Hartmann (FDP) zu den Zahlen. So hat die Nachfragesteigerung beispielsweise den Umsatzeinbruch im Verarbeitenden Gewerbe erst zu knapp 40 Prozent wieder wettgemacht.

Auch ein Blick auf die unterschiedlichen Branchen zeigt, dass die wirtschaftliche Erholung noch nicht überall im Saarland angekommen ist. So hat das Handwerk in den ersten zwei Quartalen mit minus 7,8 und minus zwei Prozent noch deutlich Umsatz verloren. Erst im dritten Quartal hat sich die Lage gebessert– in dem Quartal allerdings berichteten 86 Prozent der Betriebe laut Handwerkskammer von einem befriedigenden Geschäftsverlauf.

Ganz anders im verarbeitenden Gewerbe. Hier gingen die Umsätze in den meisten Sparten in den ersten neuen Monaten deutlich nach oben. So ist der Umsatz bei Herstellern von Gummi- und Kunststoffwaren um 39 Prozent gestiegen, der Maschinenbau – eine der zentralen Branchen im Saarland – hat sogar um 77 Prozent zugelegt.

Während im Baugewerbe der Hochbau mit einem Plus von sieben Prozent deutlich zulegte – hier zeigen sich offensichtlich noch Auswirkungen des Konjunkturpakets –, hat der Tiefbau ein Minus von 12,9 Prozent verbuchen müssen. Insgesamt kann das Baugewerbe mit einem Minus von 4,3 Prozent in den vergangenen neuen Monaten nicht zufrieden sein.
Motor des Aufschwungs war die starke Exportorientierung des Landes. Mit einem Volumen von 9,77 Milliarden Euro in den ersten neuen Monaten lagen die Ausfuhren deutlich über den Einfuhren, die 8,12 Milliarden Euro betrugen. Das Nachbarland Frankreich ist dabei wie schon zuvor sowohl bei den Im- wie auch den Exporten der wichtigste Handelspartner.

Hartmann geht davon aus, dass sich die gute Entwicklung auch im kommenden Jahr fortsetzt. So werde das Saarland Ende kommenden Jahres das Vorkrisenniveau wieder erreichen. Trotz der Erholung werde aber auch 2011 das Thema Insolvenzen wichtig bleiben. „Das Krisenmanagement bleibt im Wirtschaftsministerium ein Kernthema“, sagt er. Dringend notwendig sei jetzt aber auch, weitere Gewerbeflächen auszuweisen, um Investitionen und Ansiedlungen zu fördern und die Innovationsstrategie weiter voranzutreiben.

 www.statistik.saarland.de

 
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