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Saar-Wirtschaft hinkt bei Innovationen hinterher

Das Saarland bietet der Wirtschaft bundesweit mit die schlechtesten Innovationen. Das belegt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung. Sowohl bei Innovations-Erfolgen als auch bei den Rahmenbedingungen dafür belegt das Saarland nur Platz 13. Baden-Württemberg und Bayern führen beide Ranglisten an.

Gütersloh/Saarbrücken. Wie wichtig Innovationen sind, erklären die Forscher der Bertelsmann-Stiftung direkt zu Beginn ihrer neuen Studie: Innovationen sind ein zentraler Faktor für die langfristige Entwicklung von Wirtschaftsregionen, heißt es da. Und: Innovationen sichern und schaffen neue Arbeitsplätze.

Es ist daher wenig erbaulich, was die gestern veröffentlichte Studie "Die Bundesländer im Innovationswettbewerb" über das Saarland zu sagen hat: Sowohl beim Innovationserfolg als auch bei den Rahmenbedingungen für Neuentwicklungen besteht erheblicher Nachholbedarf. In beiden Kategorien rangiert das Saarland im Tabellenkeller, nur Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg wird ein noch schlechteres Zeugnis ausgestellt. Baden-Württemberg und Bayern führen beide Listen teilweise deutlich an, Rheinland-Pfalz belegt Mittelfeldplätze.

Wer tiefer in die Analyse einsteigt, entdeckt jedoch auch hoffnungsvolle Botschaften für das Saarland. Denn die Bedingungen für Forschung, Entwicklung und unternehmerische Umsetzung sind durch die Bank besser als der aktuelle Ertrag. Bei der Forschung liegt das Saarland mit Bayern im Mittelfeld, die Bedingungen für die Umsetzung von Innovationen in Beschäftigung und letztlich in Wohlstand sind sogar so günstig wie fast nirgendwo sonst. Nur im Bereich Entwicklung, wo aus der guten Idee ein marktreifes Produkt entstehen soll, hinkt das Saarland wieder klar hinterher.SPD und FDP im Land werteten die Ergebnisse der Studie gestern exakt gleich - beide sprachen von einer "schallenden Ohrfeige" für die Landesregierung. "Wir brauchen nach zehn Jahren ohne nennenswerte Ansiedlungserfolge endlich wieder einen Investitionsschub", sagte SPD-Chef Heiko Maas. tho 
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