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Saarbahn GmbH verleiht demnächst Elektro-Autos

Noch stehen die ersten zehn Elektroautos auf dem Betriebshof der Saarbahn GmbH. Bald rollen sie durch Saarbrücken.

Noch stehen die ersten zehn Elektroautos auf dem Betriebshof der Saarbahn GmbH. Bald rollen sie durch Saarbrücken.

Von SZ-Redakteur Frank Kohler

Saarbrücken. Rund 44 Millionen Fahrgäste stehen in der jüngsten Statistik der Saarbahn GmbH für ihre Bahnen und Busse. Sie stammt von 2011, und Saarbahn-Chef Norbert Reuter geht für 2012 von einem weiteren leichten Anstieg aus. Aber er weiß auch, dass der Kampf um den Fahrgast härter wird. Ein Stück Zukunft des Nahverkehrs steht schon auf dem Hof. Zehn Elektroautos sind auf dem Gelände der Saarbahn GmbH geparkt. In wenigen Wochen wird Minister Heiko Maas den Startschuss für das landesweite Projekt E-Mobil Saar geben. Ab dann werden die Fahrzeuge auf den Straßen der Region unterwegs sein. Sie sind neuer Teil eines öffentlichen Nahverkehrssystems, das Menschen ohne eigenes Auto an ihr Ziel bringen soll.

An zunächst fünf Ladestationen in Saarbrücken werden Elektroflitzer stehen: am Eurobahnhof, am Finanzamt, an der HTW, auf dem Campus und auf den Saarterrassen. Die Verkehrsunternehmen im saarVV integrieren die Flitzer in ihre Angebotspalette. Wer sie nutzen möchte, kann sich registrieren, seine Saarbahn-Abo-Karte zum elektronischen „Schlüssel“ machen lassen und sich in naher Zukunft auch unterwegs dank iPhone oder anderer moderner Geräte informieren, wo die Autos mit welchem Ladezustand gerade verfügbar sind. Denn Letzteres ist noch in der Entwicklung und wird erst in einigen Monaten möglich sein.

Reuter zufolge sind die Elektroautos Teil eines System-Um- und -Ausbaus, der den Nahverkehr attraktiver machen und Kunden gewinnen soll. Für den Ausbau steht in Reuters Unternehmen das Jahr 2014, in dem die erste Saarbahn in Lebach hält. Zum Umbau, zu neuen Angeboten, zwingen das Unternehmen drastisch sinkende Schüler- und Azubi-Zahlen bis 2020. „Das ist eine Herausforderung für die gesamte Branche. Wir müssen den Rückgang durch andere Fahrgäste kompensieren.“ Zum Beispiel durch Senioren, denen Fahrten in Bussen und Saarbahnen so leicht wie möglich gemacht werden sollen. Für Mobilität ohne eigenes Auto steht das Projekt „Mobil bis ins Alter“ (Mobia). Es soll Bus- und Saarbahnfahren für Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit erleichtern.

Vom städtischen Zentrum für Bildung und Beruf Saar eingesetzte Mobilitätslotsen sollen auf diesem Wege wieder Arbeit finden. Sie helfen Kunden beim Ein-, Aus- und Umsteigen oder an den Automaten und informieren über Fahrkarten-Arten.

Mit Smartphones können Fahrgäste diese Lotsen anfordern. „Wir haben das klare Ziel, dieses Angebot in den Regelbetrieb zu überführen“, sagt Reuter. Klare Ziele verfolgen er und sein Team auch auf den Busstrecken. „Beschleunigung“ ist hier angesagt, eine nach und nach wachsende Zahl elektronisch steuerbarer Ampeln ist das Werkzeug. Ende 2014 sollen die Busse an 128 Ampeln im Stadtgebiet auf diese Weise zügiger vorankommen. Auch, um eines der wichtigsten Merkmale eines guten öffentlichen Nahverkehrs zu gewährleisten: Der Kunde soll nie den Anschluss verpassen.

Das System aus Bussen und Saarbahnen hat seinen Preis. 2012 war die Saarbahn GmbH auf Zuschüsse aus dem Stadtwerke-Konzernverbund von 14,4 Millionen Euro angewiesen, um Defizite auszugleichen.
 Für 2013 erwartet Reuter einen Zuschussbedarf von 15,5 Millionen Euro. Und die nächste Herausforderung hat er auch schon im Blick: die Schuldenbremse und ihre Folgen. Das Land habe angekündigt, seine Zuschüsse für den öffentlichen Nahverkehr im Saarland um elf Millionen Euro zu kürzen. Damit fiele ein gutes Drittel der Förderung weg, während auf der anderen Seite Löhne und Energiepreise weiter steigen.

 Tipps, Reklamationen, Fahrplan- und Tarifauskünfte am saarVV-Kundentelefon (0.68.98).5.00.40.00.
 
- Saarbahn.de
- Mobia-saar.de
- e-mobil-saar.de
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