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Saarbahn-Strecke nach Saargemünd soll bleiben

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz und der Verwaltungschef von Saargemünd, Céleste Lett, wollen verhindern, dass Frankreich für die Saarbahnstrecke eine Pauschalsteuer von der Saarbahn GmbH kassiert.

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz und der Verwaltungschef von Saargemünd, Céleste Lett, wollen verhindern, dass Frankreich für die Saarbahnstrecke eine Pauschalsteuer von der Saarbahn GmbH kassiert.

Saarbrücken. Für den Erhalt der Saarbahnverbindung bis Saargemünd kämpfen die Oberbürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende der Saarbahn GmbH, Charlotte Britz, und der Bürgermeister von Saargemünd und Abgeordnete der Nationalversammlung, Céleste Lett. „Seit Jahren fördern wir im Eurodistrict eine enge und nachhaltige Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg. Als Vorzeigeprojekt der gelebten Völkerverständigung muss diese Verbindung erhalten bleiben“, erklärt Britz, die auch als Präsidentin des Eurodistricts eine Klärung der Steuerfrage zu Gunsten der Saarbahn befürwortet.

23 000 Euro für 800 Meter


Hintergrund des Appells ist die Absicht des französischen Staats, rückwirkend zum 1. Januar 2010 eine Pauschalsteuer für Bahnunternehmen einzuführen. Sollte die Saarbahn unter diese Regelung fallen, könnten pro Saarbahnzug pro Jahr 23 000 Euro als zusätzliche Belastung anfallen, schreiben Britz und Lett. Die Saarbahn fährt auf französischer Seite eine Strecke von rund 800 Metern Länge. An Werktagen nutzen rund 300 Fahrgäste diese Verbindung. Nach Unterrichtung durch die Saarbahn über bevorstehende Konsequenzen aus der französischen Pauschalsteuer habe es ein erstes Gespräch zwischen dem Bürgermeister von Saargemünd und Staatssekretär Dominique Busserau im Pariser Verkehrsministerium gegeben.

Céleste Lett: „Herr Busserau hat mir versichert, er wolle sich der Sache annehmen und auf eine positive Lösung für den für uns sehr wichtigen grenzüberschreitenden Saarbahnverkehr hinarbeiten.“ Im Schreiben der Saarbahn GmbH an den französischen Finanzminister, Jeans-Louis Borloo, habe das Unternehmen um eine offizielle Mitteilung gebeten, ob auch die Saarbahn von einer künftigen Pauschalbesteuerung betroffen wäre. Bislang sei noch keine offizielle Mitteilung oder Forderung der Pauschalsteuer eingegangen. Deshalb sei unklar, ob diese Steuer auch für die Saarbahn gilt. red 
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