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Saarbahn-Zoff: Richter redet Prozessgegnern ins Gewissen

Saarbrücken. Ein Arbeitsrichter wies beim ersten Prozesstag beide Seiten darauf hin, dass sie nur verlieren können. In dem völlig überfüllten Saal des Saarbrücker Arbeitsgerichts mahnte Arbeitsrichter Hans Klanig beide Prozessgegner: „Es bringt keinem was, sich gegenseitig zu zerfleischen.“ Wenn Geschäftsführung und Betriebsrat die Konfrontation weiter auf die Spitze treiben sollten, stünde nur eins fest: „Beide lassen Federn.“

Warum aber überhaupt der Gerichtstermin? Der arbeitsrechtliche Streit hatte im Sommer begonnen, nachdem rund 220 Saarbahn-Beschäftigte der Linken beigetreten waren, darunter der gesamte Betriebsrat. Danach wurde den Betriebsräten von der Geschäftsführung vorgeworfen, sie hätten auf ihre Kollegen Druck ausgeübt und seien im Betrieb während der Arbeitszeit parteipolitisch aktiv geworden. Anschließend gab es reihenweise Anträge zur fristlosen Kündigung der Betriebsräte. Umgekehrt gab es Vorwürfe der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, die die Interessen der Betriebsräte vertritt: Die Geschäftsführung habe das Augenmaß verloren.

Nach dem Appell des Richters, „letzlich wärt ihr alle Verlierer“, gaben nun beide Seiten zu verstehen, sie seien zu Gesprächen bereit. Der nächste Termin vor dem Arbeitsgericht, bei dem es um die Kündigung der Betriebsräte geht, ist für Donnerstag, 30. Oktober, angesetzt. szn/up
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