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Saarbahn trifft Knight Rider: Sprechender Computer hilft Behinderten

Die Saarbahn unternimmt etwas für die Barrierefreiheit.

Die Saarbahn unternimmt etwas für die Barrierefreiheit.

44 Millionen Menschen nutzen, aufs Jahr gesehen, die Busse und Straßen der Saarbahn GmbH. Die meisten kommen ohne Unterstützung von A nach B. Doch trifft das längst nicht auf alle zu. Menschen mit einer Behinderung und Senioren können Hilfe beim Ein- und Aussteigen ebenso gebrauchen wie Tipps zum Fahrplan oder Kartenkauf. Sogar eine Begleitung unterwegs ist möglich. Sarah Schmitt, die Sprecherin der Saarbahn GmbH, stellte auf SZ-Anfrage zusammen, welchen Service das Unternehmen bietet. Busnutzer sollten wissen: Die 66 wichtigsten unter den 860 Haltestellen im Liniennetz sind inzwischen so ausgestattet, dass Behinderte sich dort besonders gut zurechtfinden können. Das betrifft zum Beispiel die großen Umsteigehaltestellen in der Landeshauptstadt, in Riegelsberg Süd sowie in Heusweiler. Und der Ausbau geht ständig weiter. Zum Stichwort Busse teilt Schmitt mit: „Bei allen unseren Fahrzeugen senkt sich die Einstiegsseite automatisch und ermöglicht einen leichteren Einstieg. Fast 90 Prozent unserer Busse sind mit Klapprampen ausgerüstet.

Diese Busse erkennen Sie am Piktogramm. Bitte nehmen Sie immer eine Tür in der Mitte.“ Bereits heute barrierefrei sind alle 34 Saarbahn-Haltestellen. Das heißt unter anderem: Bahnsteige sind stufenlos erreichbar, Haltestelle und Straßenbahn gleich hoch, der Abstand zwischen Fahrzeug und Bahnsteigkante gering. Blinde und sehbehinderte Passagiere können dank ertastbarer so genannter taktiler Streifen die Einstiegszonen an allen Saarbahnhaltestellen deutlich wahrnehmen. Um den Service besonders für alte Menschen zu verbessern, aber auch allen anderen zu helfen, die Hilfe in Saarbahn und Bus brauchen, gibt es das Forschungsprojekt „Mobia – Mobil bis ins Alter“. Es kombiniert Technik und Dienstleistungen, bietet Mobilitätslotsen, die den Fahrgästen an den Haltestellen helfen, und eigens für Mobia entwickelte Smartphone-Programme.

Dank „Fahrgast-App“ und „Lotsen- App“ können die Kunden am Smartphone die Mobilitätslotsen anfordern. Die helfen nicht nur beim Ein- und Aussteigen, sondern begleiten Passagiere in bestimmten Fällen während der gesamten Fahrt. Der Versuch läuft bis November 2014. Das Geld für die Mobilitätslotsen kommt als Teil der Bürgerarbeit aus dem Haushalt der Bundesagentur für Arbeit. Bisher haben sich 42 Fahrgäste als Tester gemeldet und sich mit Technik und Service vertraut gemacht. Schmitt ergänzt: „Am Test können sich noch weitere Personen beteiligen. Voraussetzung: Sie wohnen in Saarbrücken, sind mobilitätseingeschränkt, benötigen Hilfe beim Bus- und Bahnfahren und haben Spaß daran, den neuen Service zu testen. Für die Dauer des Feldversuchs ist die Nutzung der Saarbahn und eines Smartphones für die Testpersonen kostenlos.“ 

Anmeldungen nimmt das iso-Institut, Kathleen Schwarz, Tel. (06 81) 9 54 24 34, E-Mail: schwarz@iso-institut.de, montags bis freitags von 9 Uhr bis 16 Uhr entgegen.

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