A8 Luxemburg - Saarlouis AS Perl in beiden Richtungen Anschlussstelle gesperrt, Baustelle bis 20.11.2017 06:00 Uhr (09.10.2017, 05:53)

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Saarbrücken: 50 Millionen Euro für die Messe-Anschlussstelle?

Bisher gibt es nur eine Autobahnausfahrt Richtung Messe. Von dort könnte der Verkehr künftig über eine Brücke an der Bahnlinie vorbei auf die andere Saarseite geführt werden. Foto: Becker&Bredel

Bisher gibt es nur eine Autobahnausfahrt Richtung Messe. Von dort könnte der Verkehr künftig über eine Brücke an der Bahnlinie vorbei auf die andere Saarseite geführt werden. Foto: Becker&Bredel

Täglich Staus auf der Stadtautobahn und keine direkte Verbindung zu den Saarterrassen – das soll sich mithilfe einer Autobahnanschlussstelle am Messegelände ändern. Astrid Klug , Abteilungsleiterin für Energie und Verkehr im Verkehrsministerium, und die Ingenieurgesellschaft Brilon Bondzio Weiser GmbH (BBW) in Bochum präsentierten am Mittwoch im Bauausschuss die Pläne für das Bauprojekt. Klug erklärte, diese Baumaßnahme sei der Landesregierung sehr wichtig. Die Gesamtkosten bezifferte Richard Baumert von BBW auf rund 50 Millionen Euro. Denn für den „Vollanschluss Messe“ müsste unter anderem eine Brücke über Autobahn und Fluss gebaut werden. Eine Straße unter den Bahnlinien würde nach Angaben des Ministeriums dann wieder zurück zur Autobahn führen.

 

Baumert erwartet im Messe-Umfeld künftig noch mehr Verkehr, wenn die Messe zu einem Gewerbepark umgebaut und auf dem Milchhof-Gelände ein Möbelmarkt entstehen werde. Er warb für die Baumaßnahme, denn nach seinen Untersuchungen würden vor allem die Stadtteile Alt-Saarbrücken und Malstatt vom Verkehr entlastet. Baumert informierte auch darüber, dass die Malstatter Brücke ersetzt werden müsse. Nach seinem Modell könnten die Autobahnauf- und -abfahrt an der Malstatter Brücke wegfallen und stattdessen eine dritte Fahrspur eingerichtet werden. Das helfe, um Staus zu vermeiden. Astrid Klug sagte, die ersten Gespräche mit dem Bund seien positiv verlaufen, die Saar und die Bahnlinien nun einmal vorgegeben. „Jetzt müssen wir mit dem Projekt beim Bund ins Rennen gehen.“ Sie wies darauf hin, dass auch die Stadt Saarbrücken einen Teil der Kosten übernehmen muss. Wie viel, stehe noch nicht fest. „Der Großteil soll aber vom Bund kommen.“ Gibt es bereits einen Zeitplan?, wollten die Ausschussmitglieder wissen. Klug: „Wir stehen noch ganz am Anfang.“ Die Abteilungsleiterin hob aber die Vorteile des „Vollanschlusses“ hervor: die Stadtautobahn und die Stadt Saarbrücken würden von Verkehr entlastet: „Es gibt keine andere machbare Lösung.“
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