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Saarbrücken Bürger werden immer weniger und sind immer älter

Wie kann Saarbrücken den Bevölkerungsschwund stoppen? Um Antworten auf diese Frage zu finden, hat die Stadtverwaltung dem Stadtrat einen Entwicklungsbericht vorgelegt.

Von SZ-Redakteur Martin Rolshausen


Saarbrücken.
Es gibt immer weniger Saarbrücker. In den vergangenen zwei Jahrzehnten ist die Zahl der Einwohner, die in Saarbrücken ihren Hauptwohnsitz haben, um 6,6 Prozent gesunken. 1991 lebten in der Stadt noch 190.957 Menschen. Zum 31. Dezember des vergangenen Jahres waren nur noch 178.362 Einwohner mit Hauptwohnsitz registriert.

Dieser Bevölkerungsschwund sei kein Naturgesetz, sagt Peter Bauer, der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion. Zwar geht die Zahl der Einwohner bundesweit zurück, doch dieser so genannte demografische Wandel müsse eine Stadt wie Saarbrücken nicht zwangsläufig schwächen. Durch kluge Politik könne man den Bevölkerungsschwund in Saarbrücken womöglich stoppen, vielleicht sogar wieder mehr Einwohner gewinnen, sagt er. Die Frage ist nur: Wie soll das gehen? Durch gezielte Stärkung der Innenstadt? Durch Ausweisung von möglichst vielen Neubauvierteln in den Wohngebieten am Stadtrand?

Um Antworten auf diese Frage zu finden, hat die SPD-Stadtratsfraktion von der Stadtverwaltung einen detaillierten Bericht über die Bevölkerungsentwicklung erbeten. Dieser Bericht liegt nun vor.

Und er zeigt: Saarbrücken hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten nicht in allen Stadtteilen Einwohner verloren. Vor allem in der Innenstadt wohnen in einigen Distrikten sogar heute mehr Menschen als vor 20 Jahren. Im größten Stadtteil St. Johann ist die Zahl der Einwohner um ein halbes Prozent gestiegen, also stabil geblieben. Wobei die Statistiker, den Eschberg, der zu St. Johann gehört, rausgerechnet haben.

Der Eschberg wird in der Bevölkerungsstatistik als eigenständiges Wohngebiet betrachtet. Ein Wohngebiet, das in den vergangenen 20 Jahren offenbar an Attraktivität verloren hat. 7153 Menschen lebten dort 1991, heute sind es 789 weniger, ein Minus von elf Prozent. Es gibt allerdings Stadtteile, die prozentual noch mehr Einwohner verloren haben. Der größte Verlierer ist Brebach. In diesem Stadtteil leben heute weniger als halb so viele Menschen wie 1991. Gewonnen hat vor allem der Distrikt Universität. Dort hat sich die Zahl der Bevölkerung fast verdoppelt – von 726 auf 1056. Stabil entwickeln sich die Wohngebiete Rastpfuhl , Bellevue, Am Homburg, Bruchwiese, Neu-Aschbach, Krughütte, Dudweiler-Süd, das Nauwieser Viertel und der Distrikt Hauptbahnhof.

Gewonnen hat Saarbrücken durch Zuwanderung. 1991 waren 17.407 Menschen ohne deutschen Pass hier gemeldet, Ende 2009 waren es 23.467. Der Ausländeranteil ist von 9,1 auf 13,2 Prozent gestiegen. Gestiegen ist auch der so genannte Altenquotient. Auf 100 Menschen zwischen 20 und 59 Jahren kommen statistisch 46,1 Menschen, die 60 und älter sind. 1991 waren es noch 38,5.

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