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Saarbrücken: Leitender EVS-Mitarbeiter angeklagt - er soll 70.000 Euro kassiert haben

Saarbrücken. Die Saarbrücker Staatsanwaltschaft hat gegen einen leitenden Mitarbeiter (52) des saarländischen Entsorgungs-Verbands EVS Anklage wegen Vorteilsnahme erhoben.

Auftrag des Manns war es, Kläranlagen und die Sanierung von Kläranlagen zu planen und die Aufträge dafür an Bauunternehmen und Ingenieurbüros zu vergeben.

40.000 Euro vom Ingenieurbüro

Er soll zwischen Dezember 2001 und Juni 2004 sechsmal vom Geschäftsführer eines Ingenieurbüros insgesamt fast 40.000 Euro erhalten zu haben. Dem Geschäftsführer wird vorgeworfen, dass er das Geld bezahlt hat, um den EVS-Mitarbeiter dazu zu bringen, Planungsaufträge an das Ingenieurbüro zu vergeben.
Die 40.000 Euro gingen an eine Beratungsfirma des Geschäftsführers. Eine Beratungsleistung sei aber nie erbracht worden, so die Staatsanwaltschaft.

30.000 Euro von Bauunternehmen

Der Geschäftsführer einer Baufirma soll dem EVS-Mann außerdem von Oktober 2001 bis März 2003 fast 30.000 Euro zugeschustert haben. Auch hier soll die Überweisung via dieselbe Beratungsfirma gelaufen sein, ohne dass eine Bertatung stattgefunden hat.

Die Baufirma bekam während dieser Zeit fünf lukrative Aufträge der EVS: Gesamtwert 8,1 Millionen Euro!
Die beiden Bauunternehmer sind jetzt wegen Vorteilsgewährung angeklagt.

Alle drei Männer bestreiten die Beschuldigungen. Sie sagen, es habe sehr wohl Beraterleistungen gegeben.

Seine Beraterfirma war gar nicht ins Gewerberegister eingetragen

Für seine Beraterfirma hatte der Geschäftsführer des Ingenieurbüros keine Genehmigung und im Gewerberegister war sie auch nicht registriert. Die Firma hat er unter der Anschrift seiner Mutter betrieben, Rechnungen unter ihrem Mädchennamen erstellt und selbst unterschrieben. Die Zahlungen gingen auf ein Konto der Mutter, für das der Mann Kontovollmacht hatte. red



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