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Saarbrücken: Risse im neuen Promenaden-Beton

Zurzeit sind auf der Baustelle an der Berliner Promenade keine Arbeiter zu sehen. Es wird geklärt, welche der beteiligten Firmen die Kosten für die Beseitigung der Risse im Beton übernimmt. In Kürze gehe es weiter, versichert die Stadt. Foto: Becker & Bredel

Zurzeit sind auf der Baustelle an der Berliner Promenade keine Arbeiter zu sehen. Es wird geklärt, welche der beteiligten Firmen die Kosten für die Beseitigung der Risse im Beton übernimmt. In Kürze gehe es weiter, versichert die Stadt. Foto: Becker & Bredel



Saarbrücken. Im Beton der neuen Treppe an der Berliner Promenade gibt es Risse. Das bestätigte Saarbrückens Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer gestern auf SZ-Anfrage. Grund zur Sorge gebe es deswegen aber nicht. Die Mängel „wirken sich nicht auf die Tragfähigkeit aus“, sagt die Baudezernentin. Und auch der Zeitplan komme nicht wesentlich durcheinander. Bis zum Saar-Spektakel, das vom 3. bis 5. August am Saarufer steigt, sei die Treppe fertig, beteuert Wandel-Hoefer.

„Im Aushärtungsprozess“ des Betons seien „an der Oberfläche Risse aufgetreten“, erklärt sie. „Das ist ein Mangel, der nicht zum ersten Mal bei einer Baustelle auftaucht“, sagt Wandel-Hoefer. Auch dass Bauarfbeiten wegen eines solchen Fehlers einige Tage ins Stocken kommen sei nicht ungewöhnlich, weil man „erst einmal einvernehmlich klären muss, wer die Kosten trägt“. Wobei die Stadt da außen vor sei. Es gehe darum, welche der beteiligten Firmen zu welchem Anteil für die Regulierung des Schadens aufkomme.

Die Risse seien zwar kein Sicherheitsrisiko, dennoch müssen sie ausgebessert werden, bevor der Belag auf die Treppe kommt. Denn durch die Risse „könnte später Feuchtigkeit eindringen“, erklärt die Baudezernentin. Das könne dazu führen, dass die Eisenteile im Beton rosten. Wandel-Hoefer: „Wenn wir da jetzt nichts tun, könnten wir in zehn bis 15 Jahren Probleme kriegen.“

Ein Problem hat die städtische Bauverwaltung jetzt schon: Mit der Treppe und dem oberen Teil der Promenade, der bis Ende des Jahres fertig sein soll, liege man im Zeitplan. Im unteren Teil gibt es aber ein Problem. Dort sollen auch künftig Autos in einer Art Tiefgarage parken. Dieser Bereich soll durch Tore, die im Fall eines Hochwassers geöffnet werden können, um der Saar Platz zu schaffen, gesichert sein.

Diese Tore werden nicht wie geplant fertig sein, sagt Wandel-Hoefer. Das liegt nicht an technischen Problemen, sondern am Geld, erklärt die Baudezernentin. Die Angebote von Firmen, die nach zwei Ausschreibungen bei der Stadtverwaltung bisher eingegangen sind, seien „zu teuer“. „Das geht günstiger“, da ist sich Wandel-Hoefer sicher. Die Stadt sei nicht bereit, unnötig viel Geld auszugeben, nur um im Zeitplan zu bleiben. Die dritte Ausschreibung laufe.

Auf einen Blick
Für die Erneuerung der Berliner Promenade sind rund 26 Millionen Euro veranschlagt. 12,5 Millionen Euro kommen von der Europäischen Union, Die restlichen 13,5 Millionen Euro zahlen jeweils zu etwa einem Drittel der Bund, das Land und die Stadt. Gebaut wird an der Promenade, deren Sanierung Teil des Projekts „Stadtmitte am Fluss“ ist, seit August 2009. ols





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