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Saarbrücken: Vergewaltiger kommt mit Bewährungsstrafe davon

Ein 67 Jahre alter Saarländer soll seine frühere Lebensgefährtin zwei Mal vergewaltigt und bei einem Vorfall auch körperlich verletzt haben. Die Taten sollen sich in den Jahren 2007 und 2008 ereignet haben. Sie erstattete daraufhin im Jahr 2009 Anzeige gegen ihn.

Das erste Urteil des Landgerichts lautete auf sechseinhalb Jahre Gefängnis. Nach einer Revision vor dem Bundesgerichtshof (BGH) wurde zum zweiten Mal in Saarbrücken verhandelt und es kam eine Strafe von viereinhalb Jahren heraus. Auch dagegen ging der Angeklagte erfolgreich in Revision, der BGH hob das Urteil erneut auf. Ein Gutachten über die Glaubwürdigkeit der Opferzeugin konnte die Bundesrichter nicht restlos überzeugen. Es seien durchaus Gründe denkbar, dem Angeklagten etwas anzuhängen – etwa wegen des Streits darüber, wer die Wohnung behalten darf. Daher begann gestern die Sache vor einer anderen Strafkammer des Landgerichts bei null.

Bei Vorgesprächen kamen Staatsanwalt, Richter und die Verteidiger überein, dass es bei einer Bewährungsstrafe bleiben kann, wenn ein Täter-Opfer-Ausgleich stattfindet. Die Frau sollte 6000 Euro erhalten, 4000 Euro sofort, 2000 Euro in Raten. Doch bis zum Prozessbeginn hatte der mittellose Angeklagte nur 1000 Euro bezahlt. Eine dritte nicht genannte Person wollte ihm das Geld geben. Doch es war keine Überweisung eingetroffen. Eine gute Stunde warteten die Richter darauf. Dann traf das Geld in letzter Minute ein. Der Angeklagte erhielt eine Bewährungsstrafe zu zwei Jahren. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. jht

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