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Saarbrücken: Zoff um große Bannerwerbung in der Stadt

Nur noch für Großveranstaltungen wie Saarspektakel, Altstadtfest, Max-Ophüls-Festival, Perspectives oder Christkindlmarkt darf mit großen  Werbemittlen geworbne werden.

Nur noch für Großveranstaltungen wie Saarspektakel, Altstadtfest, Max-Ophüls-Festival, Perspectives oder Christkindlmarkt darf mit großen Werbemittlen geworbne werden.

Die Landeshauptstadt hat „ganz bewusst die Entscheidung getroffen, Spanntransparente an Brücken oder im Luftraum über Straßen strikt auf Großveranstaltungen zu begrenzen, hierzu zählen Saarspektakel, Altstadtfest, Max-Ophüls-Festival, Perspectives oder Christkindlmarkt“.

Dieses Zitat stammt aus dem Antwortbrief von Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD) an den Messeveranstalter Roland Häke. Der im Nordsaarland lebende Pfälzer veranstaltet seit 1999 in der Congresshalle die „Grenzenlos“- Messe. Nächster Termin ist vom 25. bis 27. Oktober. Die Messe befasst sich mit sprituellen und „ganzheitlichen“ Wegen zu Heilung und Wohlbefinden. Mit 160 Ausstellern und bis zu 3500 Besuchern zählt sie nach Worten des Organisators zu den größten ihrer Art in Deutschland.

Häke hatte sich in einem offenen Brief darüber beklagt, dass er neuerdings keine Spanntransparente mehr an Brückengeländern aufhängen darf, um für die Veranstaltung zu werben. Früher sei diese Werbung gegen eine geringe Bearbeitungsgebühr möglich gewesen.

In den vergangenen Jahren sei es dann zu einem „schier astronomisch anmutenden Preisaufschlag“ gekommen, und dies obwohl der Veranstalter selbst für Montage und pünktliche Entfernung der Banner gesorgt habe. Und nun sei diese Art der Bekanntmachung sogar verboten. Wie Häke einräumt, habe er Verständnis, dass die Stadt ein „sauberes Bild“ abgeben wolle und strikt gegen Plakatierer vorgehe, die sich nicht an Regeln halten. Es sei aber „völlig überzogen“, jegliche Transparente von „gewerblichen Veranstaltungen“ zu verbieten.

Denn nicht jeder Veranstalter könne sich die Tarife der Werbeflächenvermieter (wie Fabry oder JC Decaux) leisten. Häke machte der Oberbürgermeisterin in einem persönlichen Brief auch Vorschläge, mit welchen Vertragsklauseln, Fristen und Strafandrohungen eine übersichtliche Plakatierung zu erreichen sei.

Der Antwortbrief ernüchterte ihn. Wörtlich schrieb Frau Britz: „Bürgerinnen und Bürger haben sich in der Vergangenheit mehrfach an mich gewandt und über zu viel Werbung im öffentlichen Straßenraum beschwert. Die Beschwerdeführer empfinden zu viele Werbe-Transparente und -Plakate als negative Beeinträchtigung des Stadtbildes. Aus diesem Grund haben wir im Übrigen auch die Wahlwerbung im Stadtgebiet streng reglementiert.

Nüchternes Fazit von Häke, der nicht einmal auf die vielen verbotswidrig hängenden Plakate von Parteien an Brückengeländern einging: „Mit solchen Pauschal-Aktionen wird Saarbrücken nie zu einer ansprechenden Veranstaltungsstadt. Da helfen auch die Geschäftsführer aus Berlin nichts.“

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