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Saarbrücken bekommt kein neues FCS-Stadion

Landesregierung und Stadt Saarbrücken stellen Sanierung des Ludwigspark-Stadions im Bestand in Aussicht.

Landesregierung und Stadt Saarbrücken stellen Sanierung des Ludwigspark-Stadions im Bestand in Aussicht.

Saarbrücken. In der saarländischen Landeshauptstadt wird kein neues Fußballstadion gebaut. Das haben Landesregierung und Landeshauptstadt heute mitgeteilt.  Das Ludwigspark-Stadion, traditionsreiche Spielstätte des 1. FC Saarbrücken, soll umfassend saniert werden.
In der Pressemitteilung heißt es: "Nach einem Spitzengespräch am Mittwoch in der Staatskanzlei besteht zwischen Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz sowie Reinhard Klimmt, Aufsichtsratsvorsitzender des 1. FC Saarbrücken, Einigkeit darüber, am Ziel eines konkurrenzfähigen Stadions aus sportpolitischen Gründen für das Land und für die Entwicklung der Landeshauptstadt insgesamt festzuhalten." Dieses Ziel solle allerdings mit der Sanierung des Ludwigspark-Stadions erreicht werden und nicht mit dem viel diskutierten Neubau. red





Hier die gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Saarbrücken und der Staatskanzlei:

Vernünftig und realisierbar: Landesregierung und Stadt Saarbrücken stellen Sanierung des Ludwigspark-Stadions im Bestand in Aussicht

Nachdem im November ein Zwischenbericht der Machbarkeitsstudie zu einem möglichen Neubau des Ludwigspark-Stadions vorgelegt worden ist, haben sich Landesregierung und Landeshauptstadt mit den noch offenen und fraglichen Aspekten auseinandergesetzt. Nach einem Spitzengespräch am Mittwoch in der Staatskanzlei besteht zwischen Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz sowie Reinhard Klimmt, Aufsichtsratsvorsitzender des 1. FC Saarbrücken, Einigkeit darüber, am Ziel eines konkurrenzfähigen Stadions aus sportpolitischen Gründen für das Land und für die Entwicklung der Landeshauptstadt insgesamt festzuhalten. Umgesetzt werden soll dieses Ziel mit der Sanierung des Ludwigspark-Stadions im Bestand.

Der Zwischenbericht der Studie hat gezeigt, dass eine große Lösung mit grundlegendem Umbau des Stadions zu hohe Risiken bezüglich der Finanzierung birgt. Demnach sind insgesamt höhere Kosten zu erwarten, weil parallel zum Neubau unter anderem ökologische Ausgleichsmaßnahmen für neue Parkplätze geschaffen werden müssen. Alleine die Kosten für neue Parkplätze werden mit mehr als sechs Millionen Euro angegeben. Darüber hinaus ist mittlerweile bestätigt, dass das Planungsrecht eine Vorlaufzeit vorsieht, nach deren realistischer Betrachtung der Neubau eines Stadions mindestens vier Jahre in Anspruch nehmen kann. Ein weiteres Risiko trifft den 1. FC Saarbrücken selbst. Der vorwiegend darin spielende Verein muss sportlich zukunftsfähig bleiben. Die Studie sieht hohe strukturelle Kosten (Stichwort: Stadionmiete) vor, die ein Verein in dieser Größenordnung nicht selbstverständlich stemmen kann, wie die aktuellen Negativbeispiele in Aachen, Bielefeld oder Duisburg zeigen. Es bestünde  begründete Sorge, dass solche strukturellen Kosten zu Nachteilen insbesondere in der sportlichen Perspektive führten.

Vor dem Hintergrund dieser Risiken sehen Land und Stadt von einem grundlegenden Umbau ab und empfehlen sich, den Ludwigspark im Bestand zu sanieren. Ziel bleibt es, in den kommenden Jahren ein funktionsfähiges Stadion in einem ordentlichen Zustand für ein Bundesland bereithalten zu können. Diese Lösung verbindet einen realisierbaren Kosten- und Zeitplan mit einer vernünftigen sportlichen und finanziellen Perspektive des Vereins. Über Details zu Kosten und Finanzierung kann zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussage getroffen werden.

Dieses Vorgehen haben Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer und Oberbürgermeister Britz dem Aufsichtsratsvorsitzenden Klimmt vorgetragen, der diese Lösung nun in den entsprechenden Gremien des Vereins beraten wird. Oberbürgermeisterin Britz kündigte an, mit dieser Empfehlung in die Beratung im Stadtrat zu gehen. Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer hat bereits am Mittwoch das Kabinett über dieses Vorgehen informiert und im Ministerrat Zustimmung erhalten.

>>> Ausführlicher Bericht folgt


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