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Saarbrücken bekommt wohl keine Südumfahrung

Die Südumfahrung durchs Deutschmühlental sei nicht machbar, heißt es in der Studie.

Die Südumfahrung durchs Deutschmühlental sei nicht machbar, heißt es in der Studie.

Wenn man die Autobahn 620 nicht mehr durch die Stadt, sondern sie in Höhe des Messegeländes durchs Deutschmühlental bis zur A 6 an der Goldenen Bremm führt, dann könnte man Verkehr in der Innenstadt vermeiden. Eine nette Idee sei das, heißt es im Saarbrücker Baudezernat, aber einer ernsthaften Überprüfung halte sie nicht stand. Und eine solche Überprüfung hat das Baudezernat vorgenommen. Ergebnis der „internen Untersuchung“: Die Südumfahrung wäre baulich und finanziell eine mindestens so große Herausforderung wie ein Stadtautobahntunnel – und sie würde eher Verkehr „anlocken“ als vermeiden.

Unter anderem müsste ein etwa ein Kilometer langer Tunnel im Schanzenberg gegraben werden. Über das Landschaftsschutzgebiet müsste eine etwa 600 Meter lange Brücke gebaut werden. Etwa 80 Prozent des Verkehrs würde aber dennoch nicht auf die neue Autobahn abbiegen, sondern in die Innenstadt fahren. Das haben zumindest die Verkehrszählungen des Baudezernats ergeben. Demnach wollen acht von zehn Autofahrern, die auf der Stadtautobahn unterwegs sind, in die Stadt reinfahren und nicht bloß durch. Die neue Autobahn wäre dennoch nicht leer, vermuten die Stadtplaner.

„Die Südumfahrung würde vom Verkehr angenommen, aber von Verkehr, der nicht in die Innenstadt will“, heißt es in der Untersuchung. Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer befürchtet, dass Fernverkehr, der bisher das Neunkircher Kreuz nutzt, dann durchs Deutschmühlental rollt, also Saarbrücken zusätzlich belastet. Weil ein Großteil des Verkehrs, der über die Autobahn in die Innenstadt kommt, Pendlerverkehr sei, müsse man darüber nachdenken, wie man Menschen, die in Saarbrücken arbeiten, dazu bewegen kann, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu kommen. Die Arbeit an einem solchen Konzept lohne sich mehr, als weiter eine neue Straße zu planen. „Die Südumfahrung ist keine Lösung“, heißt es dagegen in der Untersuchung des Baudezernats.


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