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Saarbrücken hat die bestbesuchte Einkaufsmeile der mittelgroßen Städte Deutschlands

Wie hier beim verkaufsoffenen Sonntag im März strömen täglich viele Menschen zum Einkaufen in die Bahnhofstraße. Mit 6580 Passanten pro Stunde liegt die Bahnhofstraße auf Platz 23 der bestbesuchten deutschen Einkaufsmeilen. SZ-Archivfoto: Becker&Bredel

Wie hier beim verkaufsoffenen Sonntag im März strömen täglich viele Menschen zum Einkaufen in die Bahnhofstraße. Mit 6580 Passanten pro Stunde liegt die Bahnhofstraße auf Platz 23 der bestbesuchten deutschen Einkaufsmeilen. SZ-Archivfoto: Becker&Bredel

Für die mittelgroßen Städte Deutschlands ist sie das Maß aller Dinge: die Saarbrücker Bahnhofstraße. 6580 Passanten flanieren pro Stunde durch die etwa 600 Meter lange Straße, die sich vom St. Johanner Markt bis zur Europa-Galerie durch die Innenstadt erstreckt. Damit liegt sie auf Platz eins der meistbesuchten Einkaufsmeilen in Städten mit 100 000 bis 250 000 Einwohnern. Auf den Rängen zwei bis fünf folgen die Ulmer Hirschstraße (6050 Passanten pro Stunde), die Trierer Simeonstraße (6035), die Leipziger Straße in Halle an der Saale (6030) und die Heidelberger Hauptstraße (5680).

 

Zu diesem Ergebnis kommt eine „Passantenfrequenzzählung“ des Frankfurter Immobilienberatungsunternehmens Jones Lang LaSalle (JLL). „Dieser Spitzenplatz ist ein Beleg für die hervorragende Arbeit der Saarbrücker Händler , für die ich mich herzlich bedanken möchte“, kommentierte das gestern Oberbürgermeisterin Charlotte Britz.

 

Tatsächlich sei die Attraktivität Saarbrückens als Einkaufsstadt das Ergebnis jahrelanger Arbeit, sagt Michael Genth, der stellvertretende Vorsitzender des Vereins für Handel und Gewerbe. „Wir sind heute so gut, weil wir über Jahre mit ganz vielen Leuten richtig hart gearbeitet haben“, meint Genth.

 

Gemeinsam hätten Stadt, Händler und Gastronomen nach Lösungen gesucht, die Saarbrücken schöner machen. „Angefangen von der Sauberkeit bis hin zu städtebaulichen Maßnahmen haben wir gemeinsam einiges gestemmt – und Saarbrücken hat sich in den letzten zehn, fünfzehn Jahren enorm verändert“, betont Genth. Ein weiteres Plus der Stadt seien das ungewöhnlich große Angebot an attraktiven Geschäften und Gastronomie in unterschiedlichen Preissparten. Außerdem spielten die europäischen Nachbarn eine wichtige Rolle.

 

„Die Stadt hat in der Großregion starke Magnetwirkung“, sagt auch Alexander Hauck, Geschäftsführer der City-Marketing Saarbrücken GmbH. An Samstagen kämen oft 40 bis 50 Prozent der Kunden aus Luxemburg und Lothringen zum Einkaufen hierher, sagt Hauck. Als Gründe für diese Anziehungskraft nennt er zuallererst die „Mischung aus Servicebewusstsein und Qualität“ in Saarbrücken . Die Landeshauptstadt habe sich besonders auf französische Gäste eingestellt. „Hier arbeiten zum Teil keine deutschen Servicekräfte, die französisch sprechen, sondern Franzosen, die deutsch sprechen“, sagt Hauck.

 

„Ohne die Lothringer, Luxemburger, Moselaner und Pfälzer wären wir nicht so gut“, sagt auch Max Schoenberg, Vorsitzender des Vereins für Handel und Gewerbe in Saarbrücken . „Das Angebot hier schaukelt sich mit der Nachfrage hoch – und der Saarländer profitiert am Ende davon.“

 

Für die „Passantenfrequenzzählung“ hat JLL am 16. April drei Stunden lang gleichzeitig an einem oder mehreren Punkten in 170 Einkaufsstraßen bundesweit die Passanten erfasst und einen Durchschnittswert ermittelt. In diesem Jahr erlangte die Bahnhofstraße zwar zum ersten Mal den Spitzenplatz unter den mittelgroßen Städten, zeigte aber schon in den vergangenen Jahren ein „sehr stabiles Bild“, sagt JLL-Sprecher Magnus Danneck: 6160 Passanten stündlich wurden durchschnittlich in der Bahnhofstraße gezählt.

 

Den Spitzenplatz unter den Einkaufsstraßen holte sich die Kölner Schildergasse mit 16 835 Passanten stündlich, gefolgt von der Neuhauser Straße in München (14 720) und der Frankfurter Zeil (14 250). Berlin landete mit der Tauntzienstraße nur auf Platz 20, dicht gefolgt von Saarbrückens Bahnhofstraße auf Platz 23.  
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