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Saarbrücken ist Tabellenführer

Bielefeld. „Große Kritik ist fehl am Platz, große Euphorie aber auch“, sagte Jürgen Luginger, Trainer des Fußball-Drittligisten 1. FC Saarbrücken, nach dem 4:0 (2:0) seiner Mannschaft bei Arminia Bielefeld. Fast schon zu groß war der Leistungsunterschied zwischen dem – zumindest vorübergehenden – Tabellenführer aus dem Saarland und dem im freien Fall befindlichen Zweitliga-Absteiger aus Ostwestfalen. Marcel Ziemer (15. Minute) und Stephan Sieger (17.) hätten die spielerische Überlegenheit am Samstag schon früh in Tore ummünzen können. Eine Überlegenheit, die ab der 21. Minute noch deutlicher wurde. Bielefelds Manuel Hornig, von 2005 bis 2007 beim FCS, sah nach einem Handspiel die Rote Karte von Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus. Dass Ziemer der Ball zuvor an die Schulter gesprungen war, sah Steinhaus als nicht strafwürdig an.

Markus Pazurek leitete schließlich mit einem weiten Einwurf den Untergang der Arminia ein. Der 22-Jährige, der vor der Saison von 1860 München II zum FCS kam, spielte für den verletzten Tim Kruse – und erstmals von Beginn an. „Natürlich bin froh, dass ich endlich meine Chance bekommen habe“, sagte „Patschu“, der ein gutes Spiel machte: „Wichtiger sind aber die drei Punkte für die Mannschaft.“ Manuel Stiefler – er hatte den Vorzug vor dem zuletzt müde wirkenden Sven Sökler erhalten – traf zum 1:0 (33.). „Der Ball flog zwar nicht mit 100 Stundenkilometern, aber er passte genau ins Eck“, schilderte er seinen Treffer. Gefühlte 100 Stundenkilometer schnell war elf Minuten später Kai Gehring. Hinter der Mittellinie erkämpfte der Verteidiger den Ball – und rannte los. Sechs Bielefelder verweigerten den Zweikampf, „Cello (Anmerkung der Redaktion: Marcel Ziemer) hat dann gerufen ,Geh weiter’. Dann bin ich nach innen gezogen und habe geschossen“, erzählte Gehring, wie er das 2:0 erzielte.

Man hat Trainingsspiele gesehen, die waren umkämpfter als das, was im zweiten Durchgang vor 6371 Zuschauern auf der Bielefelder Alm passierte. Saarbrücken bestimmte die Partie nach Belieben und beschränkte sich auf das Wesentliche: zwei weitere Tore. Für das 3:0 sorgte Christian Eggert nach einem Doppelpass mit Johannes Wurtz. Sein Schuss aus 28 Metern schlug im Winkel ein. „Ich ärgere mich über den Freistoß, den ich an den Innenpfosten gesetzt habe“, erinnerte „Kalle“ Eggert an die Aktion nach der Roten Karte statt an sein Tor, „im Training mache ich die immer rein“.

Wie im Training fiel dann auch das 4:0. Stiefler lief bis zur Grundlinie und legte zurück. Sieger verpasste, der aufgerückte Martin Forkel drosch den Ball unter die Latte. „Wir haben jetzt 20 Punkte und 20 Spiele nicht verloren“, sagte Forkel, „das war unser Ziel, jetzt müssen wir uns neue Ziele setzen.“ Das Wort Aufstieg fiel nicht. „Wir müssen einfach unseren Weg weiter gehen“, betonte Luginger: „Für Träumereien sind wir nicht zuständig.“

Morgen spielt der FCS in der dritten Saarlandpokal-Runde bei Bezirksligist Hellas Bildstock. Anstoß ist um 19 Uhr.
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