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Saarbrücken ist schon im Oktober Weihnachts-Wunderland

Saarbrücken. Der Duft von frischen Zimtwaffeln und süßem Glühwein liegt über den Straßen der Stadt. Die Lichterkette am Maronen-Stand leuchtet in der Abenddämmerung, während nach und nach einige Menschen die Einkaufsläden verlassen – mit vollen Tüten, aus denen es glitzert und glänzt. Christbaumschmuck, kleine künstliche Tannen, Dekorations-Artikel. Das Weihnachts-Wunderland Saarbrücken bietet den Leuten bereits im Oktober die Möglichkeit, sich zu rüsten.

Lebkuchen, Christstollen, Spekulatius, Schoko-Nikoläuse und Weihnachts-Tee füllen sogar schon seit September die Lebensmittelläden. Die großen Kaufhäuser der Innenstadt ziehen jetzt im Oktober mit ersten weihnachtlichen Ständen nach. „Die Leute fangen dann an, die Artikel zu kaufen, wenn wir sie hinstellen“, erklärt Alexander Liebold- Nothof, Abteilungsleiter bei Galeria Kaufhof: „Jetzt ist erst einmal hauptsächlich in Richtung Advent aufgebaut, danach steht dann der Christbaumschmuck mehr im Fokus.“

Die Resonanz der Kunden auf diesen weihnachtlichen Wind im Herbst ist geteilt. Oliver Rose, Geschäftsführer des Deko-Ladens Butlers, erklärt: „Wir haben jedes Jahr dieselben Diskussionen. Manche Käufer fragen, wie man nur so früh die Sachen verkaufen kann. Aber die Leute kaufen jetzt schon wie verrückt, vor allem Tischdecken, Kugeln und Deko-Artikel.“ Er und sein Team haben Ende September das Weihnachts- Lager aufgeschlagen – seitdem drängen sich im Laden Rentiere neben Weihnachtsmännern, Engeln und Nussknackern.

„Wenn wir später damit anfangen würden, wäre am Ende so viel übrig, dass wir nach Weihnachten noch mal sehr viel einlagern müssten“, sagt Rose. Liebold- Nothof bestätigt: „Wir würden ein Minus machen.“

Trotzdem gibt es noch einige wenige Verfechter des Herbstes, die keine weißbärtigen Männer in ihre Schaufenster hängen, sondern Drachen, bunte Blätter und Pilze. Das Confiserie-Café Schubert gehört zu ihnen. Wie die Geschäftsführerin Karin Schubert- Hintze erzählt, habe ihr kleiner Stand, der Glühwein und Zimtwaffeln anbietet, nichts mit Weihnachten zu tun. „Das Häuschen haben wir das ganze Jahr über hier, das ist Standard.“ Dekoriert und das Angebot angepasst wird erst ab Allerheiligen.

„Ich finde dieses verfrühte Weihnachten furchtbar. Die meisten Leute wissen doch schon gar nicht mehr, um was es eigentlich geht. Ich mache da jetzt im Oktober noch nicht mit“, sagt sie: „Alles braucht und kriegt auch seine Zeit. Und wir sind jetzt erstmal im Herbstprogramm drin.“ Weihnachtliche Süßigkeiten lagen dennoch schon auf der Theke des Cafés, allerdings „nur, um Bilder für den Katalog zu machen, der jetzt gedruckt werden muss“, garantiert Schubert-Hintze. Vergriffen war der Vorgeschmack auf das Weihnachts-Angebot übrigens schnell. . .

Ohnehin bleibt das Café Schubert eine Ausnahme. Zum richtigen Weihnachts-Wunderland fehlen eigentlich nur noch große Mengen feiner, weißer Schneeflocken. Einen Vorgeschmack darauf gab’s gestern, und in den Saarbrücker Läden gibt es für den Notfall auch noch die künstliche Variante.

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