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Saarbrücken rüstet sich vor Massenansturm

Der Weihnachtsmarkt am Schloss in Saarbrücken dauert nur ein Wochenende und zieht sehr viele Menschen an. <br>

Der Weihnachtsmarkt am Schloss in Saarbrücken dauert nur ein Wochenende und zieht sehr viele Menschen an.

 Saarbrücken. Charly Lehnert hat Kummer. Zum 36. Mal veranstaltet er mit der Bürgerinitiative Alt-Saarbrücken am Wochenende den Weihnachtsmarkt rund ums Schloss – und zum ersten Mal wird deshalb jetzt die Alte Brücke am Samstag komplett gesperrt. Das „Eingangstor“ zum Weihnachtsmarkt sei damit zu, bedauert Lehnert. Aber er könne es nicht ändern. Es geht schließlich um die Sicherheit der Besucher.

Alte Brücke aus Sicherheitsgründen geschlossen
Am Samstag wird die Brücke ab 16 Uhr dichtgemacht, teilte Stadtpressesprecher Thomas Blug gestern auf Anfrage mit. Die Stadt, die Veranstalter und die Polizei haben sich darauf verständigt, „weil mit Einbruch der Dunkelheit der Besucherstrom zwischen St. Johann und Alt-Saarbrücken erfahrungsgemäß zunimmt und am Samstagabend der Ansturm am größten ist“, erklärt Blug. Die Stadtverwaltung erwartet, dass wegen der neuen Europa-Galerie noch mehr Menschen in der Stadt sind als an den Adventswochenenden der vergangenen Jahre.

„Wie bei allen Großveranstaltungen steht die Sicherheit der Besucher natürlich auch am ersten Adventswochenende wieder an erster Stelle“, betont er.  Die Polizei habe dazu geraten, die Alte Brücke am kommenden Wochenende zu sperren, „um einer möglichen Überfüllung vorzubeugen“.

Auch in den vergangenen Jahren hat die Polizei die Alte Brücke immer wieder kurzzeitig gesperrt, wenn zu viele Besucher durch das Nadelöhr wollten, das insbesondere der schmale „Kummersteg“ über die Stadtautobahn auf Alt-Saarbrücker Seite bildet. Dass in diesem Jahr nicht spontan entschieden werden soll, wann die Brücke überlastet ist, hänge damit zusammen, dass man nach den Erfahrungen bei der Love-Parade in Duisburg, jedes Risiko ausschließen wolle, sagt Charly Lehnert. So habe man ihm das erklärt. Er habe dafür Verständnis, sagt Lehnert.

Schlecht sei nur, dass man den Veranstaltern diese Entscheidung sehr spät mitgeteilt habe. So sei es nicht mehr möglich gewesen, den Markt so umzubauen, dass man den Weihnachtsmarkt für die Gäste, die über die Wilhelm-Heinrich-Brücke kommen, besonders attraktiv gestalten kann. Mit mehr Vorlaufzeit hätte man da ein „Eingangstor“ schaffen können, sagt Lehnert.

Mehr Feuerwehrleute
Weil am Sonntag „der Besucherstrom in der Regel nicht ganz so groß“ sei, ist für diesen Tag eine Sperrung „nur bei Bedarf vorgesehen“, sagt Blug. Ordnungsamt und Polizei entscheiden also spontan, ob die Brücke gesperrt wird.

Für mehr Sicherheit soll erstmals auch eine Rund-um-die-Uhr-Feuerwache auf dem Weihnachtsmarkt sorgen.  Dass der verstärkte Einsatz der Feuerwehr „auch vor dem Hintergrund der Ereignisse in Duisburg gesehen werden kann“, sei nicht von der Hand zu weisen, sagt Blug. 

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