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Saarbrücken verliert in Offenbach – Hinschberger poltert

Der FCS hat am Samstag (15.02.2013) gegen Offenbach verloren.

Der FCS hat am Samstag (15.02.2013) gegen Offenbach verloren.



Offenbach. Ein lang gezogenes „O-F-C“ hallte am Samstag durch das neue Fußballstadion am Bieberer Berg. Was als Anfeuerung für den heimischen Drittligisten Kickers Offenbach gedacht war, klang in saarländischen Ohren viel mehr nach „Oh, FC“. Denn wieder einmal sorgte der 1. FC Saarbrücken neben dem Platz für mehr Gesprächsstoff als bei der 0:2-Niederlage auf dem Feld. Offenbachs Präsident Frank Ruhl gab nach der Partie in den Räumen der Pressekonferenz eifrig Interviews. Von den FCSEntscheidungsträgern war nichts zu sehen. Dann tauchte plötzlich der ehemalige Präsident Horst Hinschberger in Begleitung von Geschäftsführer Sebastian Pini auf. Auf die Frage, ob er als Präsident jetzt den Trainer wechseln würde, redete sich „Hinschi“ in Rage: „Ich hätte schon längst einen neuen. Doch der Trainer ist nicht die alleinige Ursache des Problems.

Jürgen Luginger kam zu meiner Zeit als Bestandteil einer Doppel-Lösung.“ Hinschberger hatte 2010 Trainer Luginger geholt und dessen Vorgänger Dieter Ferner zum sportlichen Leiter gemacht. Ferner hatte den Verein im Sommer 2012 verlassen. „Diese Situation, in der wir uns jetzt befinden, haben andere zu verantworten“, sagte Aufsichtsratsmitglied Hinschberger weiter, „die Leute, die jetzt im Verein das Sagen haben, haben diese Doppel- Lösung gegen meinen ausdrücklichen Rat aufgegeben.“ FCS-Präsident Paul Borgard sah sich die Partie in Offenbach von der Tribüne aus an.

Der für den sportlichen Bereich zuständige Vize-Präsident Harald Ebertz hatte auf der Ersatzbank Platz genommen. „Harald war auch schon bei uns im Hotel“, erläuterte Trainer Luginger die Situation, „es ist gut, wenn die Mannschaft sieht, dass die Unterstützung da ist.“ Während im Umfeld nach der siebten Auswärtsniederlage in Serie nun der Kopf des Trainers gefordert wird, steht die Mannschaft zu ihrem Chef. „Wir haben noch 13 Spiele, die ziehen wir mit dem Trainer durch“, betonte Kapitän Marc Lerandy, „und danach stehen wir über dem Strich.“

Lerandy und Sven Sökler waren die einzigen Spieler, die sich den Fragen der saarländischen Journalisten stellten – allerdings erst nach Intervention von FCS-Pressesprecher Christoph Heiser. Die anderen verschwanden wort- und grußlos in der Kabine. Dorthin waren sie von den rund 600 mitgereisten Anhängern verjagt worden, die nach dem Schlusspfiff ihrem Unmut Luft machten. „Wir haben die Schnauze voll“, schallte es aus dem Block, und „Luginger raus“.

Es gab Beschimpfungen statt Gespräche, auch das übliche Abklatschen am Zaun wurde den Spielern diesmal von den Fans verweigert. Doch auch die Anhänger sind Teil des FCS-Problems. Nach etwa einer Stunde stellten sie die Unterstützung der Mannschaft ein. In einer Phase, in der der FCS das Spiel besser in den Griff bekam und eigentlich jede Hilfe gebrauchen konnte. „Ich verstehe die Fans“, sagte Sökler, „wir stecken tief in der Scheiße. Aber wir kommen nur zusammen da wieder raus.“


Nach 32 Sekunden schon verloren

FCS zeigt in Offenbach schlechte Leistung – Fernandez verhindert Schlimmeres

Offenbach. Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken bleibt auch im siebten Auswärtsspiel in Folge ohne Punktgewinn. Am Samstag unterlag die Mannschaft von Trainer Jürgen Luginger verdient mit 0:2 (0:2) bei Kickers Offenbach. Schon nach 32 Sekunden gerieten die Saarländer auf die Verliererstraße. Die Innenverteidiger Marc Lerandy und Tim Knipping nahmen im Strafraum den Offenbacher Julius Reinhardt in die Zange, Schiedsrichter Tobias Christ die Pfeife in den Mund – eine harte, aber vertretbare Entscheidung.

Matthias Fetsch verwandelte den Strafstoß zum 1:0. Bis zur Pause verhinderte allein FCS-Torwart Benedikt Fernandez ein schlimmeres Ergebnis als das 0:2, das in der 21. Minute fiel. Zunächst stand Kevin Maek völlig falsch zum Kopfball, dann bekamen Adam Straith, Marius Laux und Tim Knipping den Ball nicht aus dem Strafraum. Der neue OFCKapitän Fetsch ließ sich nicht zweimal bitten und stellte den Endstand her.

Im zweiten Durchgang hatte der FCS vor 4889 Zuschauern gegen die Gastgeber zwar mehr Spielanteile, dabei sprang aber nur eine einzige echte Torchance heraus. Nach Freistoß des eingewechselten Yannick Bach zwang Manuel Stieflers Kopfball OFC-Ersatztorwart Daniel Endres zu einer Glanzparade. Der FCS hat nun zwei Heimspiele gegen Spitzenmannschaften. Am Mittwoch, 19 Uhr, kommt Bielefeld in den Park, am Samstag, 14 Uhr, ist der Karlsruher SC zu Gast. cor


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