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Saarbrücken will Schul­schwänzern an den Kragen

Saarbrücken. Schulschwänzer sollten im Notfall von der Polizei betreut werden, nicht von Langzeitarbeitslosen – meint der Dezernent für Umwelt, Migration und Recht, Kajo Breuer, und widerspricht damit einem Vorschlag der CDU-Fraktion in der Regionalversammlung, die Schulschwänzer von Langzeitarbeitslosen zum Unterricht bringen lassen will (die SZ berichtete). Als Leiter des städtischen Arbeitskreises „Prävention und Innere Sicherheit“ verweist Breuer auf „die jahrelange, intensive und erfolgreiche Auseinandersetzung“ der Landeshauptstadt mit dem Thema Schulschwänzen. Das teilte gestern die Stadt-Pressestelle mit.

Der Arbeitskreis hat – laut Pressestelle – 2006 eine Arbeitsgruppe gebildet. Diese habe ein Konzept erarbeitet, das inzwischen an den meisten Grundschulen und vielen weiterführenden Schulen in Saarbrücken praktiziert werde. Ein Kooperationsvertrag mit den Eltern regle, dass die Schule sofort die Eltern informiert, wenn die Kinder unentschuldigt fehlen. Darüber hinaus erhielten die Schulen einen Verfahrensplan, wie mit den Schulschwänzern umzugehen ist. Schulschwänzen und Schulverweigerung würden nun früh systematisch erfasst. Nach „drei unentschuldigten Fehltagen“ müssten Klassenlehrer und Schulleitung reagieren. Außerdem müssten die Schulen mittelfristig Förderkonzepte erarbeiten, um Problemschüler wieder in die Schule zu integrieren.



Auch drastische Sanktionen wie Bußgelder und so genannte „polizeiliche Zuführungen“ seien nicht ausgeschlossen. Den Vorschlag der CDU in der Regionalversammlung, Langzeitarbeitslose einzusetzen, um Schulschwänzer in den Unterricht zu bringen, weist Breuer entschieden zurück: „Polizisten sind schon wegen ihrer rechtlichen Befugnisse die bessere Wahl. Ganz zu schweigen davon, dass die Polizeibeamten mit einer höheren Autorität auftreten.“
red
 
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