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Saarbrücken will ehemaliges Gulliver-Welt-Gelände neu beleben

Carmen Dams, die Leiterin des Saarbrücker Grünamts, wollte nicht drumherumreden. Es war dumm gelaufen für die Stadt und damit für die Steuerzahler. Dabei sah es zunächst so aus, als laufe alles nach Plan. Im Oktober 2012, also rund 36 Jahre nach ihrer Eröffnung, wurde die Gulliver-Welt im Deutsch-Französischgen Garten abgesperrt – für immer. Die Gebäude im Format 1:33 baute der private Betreiber ab, viele hat die Firma Dr. Theiss Naturwaren gekauft, restaurieren lassen und im Saarpfalzkreis aufgestellt.

Es sah aus, als tue die Gulliver-Welt-GmbH das, was in ihrem Vertrag stand: Das Gelände in den „Urzustand“ zurückzuversetzen. Als die letzte Frist Ende 2013 verstrichen war, stellte die Stadtvberwaltung fest, dass außer dem Abtransport der Miniaturgebäude nichts passiert war. Die Firma ging in Insolvenz. „Die Stadt und damit der Steuerzahler bleibt auf den Kosten sitzen“, sagte Dams vor einem Jahr.

Stadtpressesprecher Thomas Blug gab sich da gestern zumindest etwas hoffnungsvoller. „Die Kosten in Höhe von 267 000 Euro, um die zurückgelassenen Gebäude, Fundamente und Kabel zu beseitigen, hat der Insolvenzverwalter inzwischen anerkannt und zum Verfahren angemeldet. Wie viel Geld wir tatsächlich bekommen werden, ist derzeit ungewiss“, sagt er.

Ob mit oder ohne Geld vom ehemaligen Betreiber: Die Stadt halte „grundsätzlich am Ziel fest, das Gelände aufzuwerten“, sagt Blug. Man habe zwei Planungsaufträge vergeben. Zum einen die Planung der Renaturierung des Pulverbaches auf dem Gelände der ehemaligen Gulliver-Welt, zum anderen die Planung eines „Tals der Jugend“ mit einer „Spiellandschaft mit Wasserspielmöglichkeit“. Das Grundwasser des Glockenwaldbrunnens wurde untersucht, es habe Trinkwasserqualität, sei also für einen Wasserspielplatz geeignet. Das sei mit dem Gesundheitsamt des Regionalverbandes bereits geklärt.

Während die Planungen begonnen haben, wurden auch Anträge auf Landes-Zuschüsse gestellt – für die Spiellandschaft beim für Tourismusförderung zuständigen Wirtschaftsministerium, für die Renaturierung beim Umweltministerium. Je nachdem, ob und wie viel Geld vom Land oder aus der Insolventzmasse fließt, werde man das Projekt vorantreiben – „gegebenenfalls in mehreren Schritten, zum Beispiel zunächst die Renaturierung des Pulverbachs, danach die Spiellandschaft“, sagt Blug.
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