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Saarbrücken will mehr Flair in der Bahnhofstraße

Die Stadt will in die Bahnhofstraße investieren.

Die Stadt will in die Bahnhofstraße investieren.

Saarbrücken. Man muss miteinander reden, dann kommen „auch gute Sachen raus“. Davon ist Christa Piper überzeugt. Für die Bürgermeisterin des Stadtbezirks Mitte ist das nicht graue Theorie. Mit den Menschen reden, sagt sie, ist eine ihrer Hauptaufgaben. Zwischen Bürgern und Stadtverwaltung zu vermitteln, eine andere. Beides lohne sich, sagt Piper – und verweist auf die Bahnhofstraße. Dass sich dort etwas tun muss, damit der Handel in der Fußgängerzone nicht unter die Räder kommt, nachdem am Bahnhof die neue Europa-Galerie eröffnet hat, sei unumstritten, sagt Piper. Ob einige Leerstände in der Bahnhofstraße schon der Anfang einer Abwärtsspirale sind, könne sie nicht einschätzen, räumte die Bezirksbürgermeisterin gegenüber der Saarbrücker Zeitung ein. Aber es sei „auf jeden Fall sinnvoll, da möglichst schnell gegenzusteuern“.



Spielfläche für Kinder

Dazu soll das „Gestaltungskonzept“ beitragen, dass der Bezirksrat vor einigen Tagen abgesegnet und mit dem sich gestern auch der Bauausschuss des Stadtrats beschäftigt hat. Das Konzept sieht unter anderem vor, dass in der Mitte der Bahnhofstraße auf beiden Seiten des Brunnens eine Spielfläche für Kinder entsteht. Dort sollen nicht nur Spielgeräte aufgestellt werden. Auch der Bodenbelag soll erneuert werden. Die harten Steinplatten sollen einem weicheren Material weichen. „Da soll so etwas Ähnliches wie Tartan hin“, erklärt Piper.



Neue Holzbänke

Außerdem sollen Hülsen zum Aufstellen von Schirmen in den Boden montiert und Blumenschalen aufgestellt werden. Mit Hilfe von Sponsoren will die Stadt auch Holzbänke in die Fußgängerzone stellen. Die Stadt selbst will für die neue „Möblierung“ der Bahnhofstraße rund 126 000 Euro ausgeben.

Wobei der Teil der Bahnhofstraße zur Viktoriastraße hin erstmal nicht saniert wird, weil dort bald das Drescher-Haus abgerissen und das Sinn/Leffers-Gebäude umgebaut werde. Erst wenn diese Großbaustellen beendet sind, werde dieser Abschnitt verschönert.

Einheitliche Beleuchtung unter den Arkaden

Dieser „Leitinvestition“ der Stadt, sagt Piper, sollen Investitionen der Hausbesitzer folgen. So sei zum Beispiel eine einheitliche Beleuchtung unter den Arkaden sinnvoll. Die sollen die Hausbesitzer bezahlen. „Die Energiekosten übernimmt aber die Stadt“, sagt die Bezirksbürgermeisterin. „Es ist ein Geben und Nehmen.“.

Das gelte auch für den Umgang mit der von Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer vorgelegten und vom Stadtrat beschlossenen neuen Gestaltungssatzung. „Es ist ja nicht so, dass man sagt: ,Das ist die letzte Wahrheit von Frau Wandel-Hoefer.' Wir müssen kommunizieren und diskutieren“, erklärt Piper. So sei zum Beispiel der Verzehr von Wurst mitten auf der Bahnhofstraße mit der Gestaltungssatzung in Einklang gebracht worden.

Die Sache mit der Spielfläche für Kinder habe der Bezirksrat übrigens bereits in den 90er Jahren gefordert, sagt die Bezirksbürgermeisterin. Manchmal müsse man eben etwas länger miteinander reden.

Auf einen Blick

Der Stadtbezirk Mitte ist der größte Saarbrücker Bezirk. Er besteht aus den Stadtteilen Alt-Saarbrücken (19 632 Einwohner), St. Arnual (9417), St. Johann (30 240), Eschberg (6776) und Malstatt (27 953).

Im Bezirksrat sind seit 2009 fünf Parteien vertreten: SPD (sieben Mandate), CDU (sechs), Grüne (drei), Linke (drei), FDP (zwei).

Kontakt: Telefon (06 81) 9 05-13 28 oder -13 00

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