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Saarbrückens Narren sind noch nicht am Ziel

Auch Narren sind mal auf dem Holzweg. Was gut 100 Karnevalisten gestern Nachmittag im Rathausfestsaal als Wanken der Verwaltungs-Chefin deuteten, war nur ein munteres und unverzagtes Schunkeln. Die Aufständischen hatten offenbar verkannt, wie sturmerprobt die mit einem Doktorhut geschmückte Hausherrin nach all den Angriffen auf ihren Amtssitz längst ist. Auf ein Schwächeln der Rathausverteidigerin hoffen die Fastnachter am Fetten Donnerstag seit Langem unverzagt. Angeführt von Holzäppel-Elferratspräsident Thorsten Konrad und Saarraketen-Moderator Markus Ettelbrück, griffen sie nach der Macht im Hauberrisser-Rathaus.



Konrad und Ettelbrück durften den Umsturzversuch anführen, weil die Bübinger Holzäppel in ihrer 44. Session sind und die Güdinger Saarraketen mit ihrem 55-jährigen Vereinsbestehen närrisches Jubiläum feiern. An Widersachern war kein Mangel. Ob Dezernent oder einfacher Verwaltungsbollwerk-Bewohner: Britz hatte alle um sich geschart, die das Aktendepot verteidigen wollten. Die Angreifer boten hübsche Tänze, Schunkelrunden sowie Sticheleien über die Dezernenten-Riege auf und nahmen sich das aktuelle Geschehen in der Stadt vor. Auftritte hatten die Tanzmariechen Lena Rothe und Lara Stänicke (beide Holzäppel), Natascha Hanauer (Rußhütter Eule), Nathalie Gräber (Kaltnaggischer Gardistencorps) und die Juniorengarde der Molschder Narrekäpp.

Erfolglos, da Hausherrin Britz den übergroßen hölzernen Rathausschlüssel einfach nicht rausrückte. Da die Machtergreifung am Fetten Donnerstag also gescheitert ist, greifen die Karnevalisten am Fastnachtssamstag erneut an.

Ihr Plan sieht so aus: Wer den Narren zur Macht verhelfen will, versammle sich am Samstag ab 10 Uhr zur Marktfaasend am St. Johanner Markt. Dort kommt es bereits zu einem ersten Disput mit Bürgermeister Ralf Latz . Die Latzegallis machen närrische Musik dazu. Gegen 11 Uhr folgt der Umzug in Richtung Rathaustreppe, wo sich Angreifer und Verteidiger erneut gegenüberstehen.
 

Umsturz in Kleinblittersdorf

In Kleinblittersdorf ist die Schlacht um die Macht schon geschlagen, Rathaus-Chef Stephan Strichertz den Job los. „Wo bist du nur, du feiger Wicht, wenn ich red', zeig dein Gesicht. Du Möchtegern-Beamtenboss, deinen Job wirst du heut' los“, rief Florian Quack, der Elferratspräsident der Kleinblittersdorfer Rebläuse gestern auf dem Rathausplatz.

„Dass ich nicht lache, Narrenmann, an meinen Stuhl kommt keiner ran. Eure Prinzessinnen und Prinzen können eh nur dämlich grinsen. Lasst eines jetzt gesagt euch ein, von euch da kommt hier keiner rein!“, erwiderte Strichertz trotzig aus seinem Bürofenster.

Viel Musik, Schunkler und das beliebte Wortgefecht zwischen Quack und Strichertz deuteten dann doch den Machtwechsel an. Mit Pauken und Trompeten stürmten die Garden vorneweg, nahmen Strichertz gefangen und schickten die Verwaltung bis Aschermittwoch in Zwangsurlaub. Ab sofort regieren die Faasebooze. Erste Amtshandlung: Weiterfeiern. Am heutigen Freitag steigt ab 20.11 Uhr in Auersmachers Ruppertshof die Fastnachtsparty Aurica Caeremonia. Am Samstag, 20 Uhr, beginnt in der Sitterswalder Mehrzweckhalle die Faschings-Oldie-Disko. Zu beiden Veranstaltungen gibt es noch Karten an der Abendkasse. Am Sonntag, 14.11 Uhr, rollt als Höhepunkt der tollen Tage der Umzug durch Kleinblittersdorf .  
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