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Saarbrückens „Randständige“ sollen Ein-Euro-Jobs erhalten

Symbolfoto.

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Der Regionalverband will einen Teil der sogenannten „Randständigen“ – das ist eine bunt gemischte Gruppe, darunter Obdachlose und Drogenabhängige – in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter wieder an Arbeit gewöhnen. Deshalb bezuschusst die Verwaltung fünf Ein-Euro-Jobs für ein halbes Jahr mit insgesamt 4500 Euro.

Diese Menschen werden von der Zentrum für Bildung und Beruf Saar gGmbH (ZBB) in Burbach betreut. Sie werden sich nach Angaben von Regionalverbandssprecher Stefan Kiefer um den neuen Platz an der Ecke Richard-Wagner- Straße/Johannisstraße kümmern, der zurzeit hergerichtet wird. Die „Randständigen“ sollen von der Saarbahnhaltestelle an der Johanneskirche dorthin umziehen (wir berichteten).

Ziel der sozialpädagogischen Maßnahme sei es, sie wieder an den Arbeitsmarkt heranzuführen, erklärte Kiefer. Deshalb sollen diese Ein-Euro-Jobber auch qualifiziert werden. Detlef Wittmann, pädagogischer Leiter der ZBB, erläuterte, diese fünf neuen Plätze würden an das Projekt im Wildpark und Zoo angedockt, weil die dort eingesetzten Arbeitslosen ähnliche Probleme hätten. Während des Programms „Bürgerarbeit“ hatte das ZBB 15 Arbeitslose im Zoo und Wildpark beschäftigt. Weil das Förderprogramm aber ausläuft, hat das ZBB hier nun inklusive der „Randständigen“ 20 Plätze für Ein-Euro-Jobber zur Verfügung. 80 Plätze hat das Jobcenter dem ZBB insgesamt als Überbrückung nach dem Auslaufen der „Bürgerarbeit“ bewilligt. Langzeitarbeitslose werden zum Beispiel auch bei einer Kleider- und Haushaltswarenbörse sowie zur Verschönerung der Friedhöfe eingesetzt.

200 Plätze für sechs Monate

Das Jobcenter wird nach eigenen Angaben für mindestens sechs Monate insgesamt 200 Plätze zur Verfügung stellen, davon 140 Ein-Euro-Jobs mit Qualifizierung. Letztere würden auch vom Wirtschaftsministerium gefördert. Neben dem ZBB hätten andere Anbieter ebenfalls die Bewilligung erhalten. Wittmann plädierte für einen dauerhaft geförderten Arbeitsmarkt, damit diese Menschen langfristig eine sinnvolle Beschäftigung haben. Im Programm „Bürgerarbeit“ hatten die Arbeitslosen maximal drei Jahre lang für 30 Arbeitsstunden pro Woche 900 Euro im Monat vom Jobcenter bekommen und der Regionalverband jeden Arbeitsplatz mit 150 Euro pro Monat bezuschusst.

Über 800 Menschen hatten so wieder eine Beschäftigung im Regionalverband gefunden. Die Projekte laufen in diesem Jahr aber nach und nach aus. 2015 soll es ein Bundesprogramm für Langzeitarbeitslose geben, das der Europäische Sozialfonds fördert, teilte Thomas Olig, Pressesprecher des Jobcenters, mit. Wie viele Hartz-IV-Empfänger davon profitieren, könne er noch nicht sagen.

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