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Saarbrückens Straßenkehrer stehen vor einem besonders harten Arbeitswochenende

Die Zange in der einen, den Müllwagen in der anderen Hand, nimmt Bernhard Pecka Meter für Meter, Schritt für Schritt das Pflaster des Christkindlmarktes unter die robusten Arbeitsschuhe. Sein Blick klebt förmlich am Pflaster. Nach jedem Zuschnappen der Zange ist ein Stück Dreck weg.

Und jedem kleinen Sieg gegen den Schmutz folgt die nächste Herausforderung. Hier fliegt eine weggeschnippte Kippe noch qualmend aufs Pflaster. Dort wirbelt ein weiteres achtlos weggeworfenes Stück Verpackungsmüll umher. Bis Peckas Zange wieder zupackt. Tausendfach am Tag.

In den Wochen vor Weihnachten haben Saarbrückens Stadtreiniger besonders viel zu tun, wie ein Blick in die Statistik zeigt. Allein beim Christkindlmarkt 2014 sammelten sie 25 Tonnen Abfälle. Und schon nach nur einem verkaufsoffenen Sonntag sind fünf Tonnen Müll aus dem Stadtkern zu schaffen. Bernhard Pecka und 85 Kollegen erledigen das. Sie arbeiten beim Zentralen Kommunalen Entsorgungsbetrieb (ZKE) der Stadt Saarbrücken .

Der Kampf dieser Männer und Frauen gegen Hingespucktes und Weggeworfenes endet nie. An jedem Tag des Jahres sind sie draußen. Selbst an einem ganz normalen Sonntag gehen 14 von ihnen von 6 bis 11 Uhr durch die Innenstadt und befreien sie von den hässlichen Erinnerungen an die Nacht.

Am dritten Adventswochenende haben die Saarbrücker Cityputz-Profis besonders viel zu tun. Diesen Samstag bittet der Handel seine Kunden zur langen Eventnacht ins Herz der Stadt. Mit den Geschäften schließt der Christkindlmarkt erst um Mitternacht. Dort ist so viel los, dass die Leute vom ZKE die Abfälle bis zu dreimal täglich von den Sammelplätzen abholen. Lang wie der Einkaufssamstag wird der Anti-Dreck-Einsatz der Saubermacher in Orange. Die Letzten legen erst gegen 23 Uhr das Werkzeug aus der Hand.

In der Bahnhofstraße warten rund 20 000 Quadratmeter auf Kehrmaschine und Besen. Der Markt und die Stichstraßen kommen hinzu. Viel Platz für Müll. Der soll schnell weg, gerade wenn am Supersamstag die Massen strömen. „Ab 14 Uhr sind ständig drei Cityreiniger unterwegs, um die Stadt für die einkaufsfreudigen Besucher sauber zu halten“, sagt ZKE-Sprecherin Judith Pirrot. Sie fügt hinzu, nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre reiche es, bis 23 Uhr Dreck wegzumachen. Doch die Nacht nach dem Einkaufssamstag wird kurz für einige ihrer Kollegen. Bereits um 5 Uhr rücken die Mitarbeiter der Stadtreinigung wieder an, um den in der Zwischenzeit angefallenen Unrat fortzuschaffen. Kilo für Kilo wird er Teil der Saarbrücker Müllbilanz 2015. Die des vergangenen Jahres zeigt, welch riesige Mengen Unrat auf Saarbrückens Straßen lagen. Fast 3000 Tonnen Kehricht landeten in den Maschinen und Handwagen der Stadtreiniger.

In nur sieben Tagen reinigt der ZKE in Saarbrücken 1194 Kilometer Straße. Unternehmenssprecherin Pirrot sagt, was das heißt: „Die zu reinigende Fläche entspricht 278 Stadien in der Größe des Ludwigsparks – jede Woche.“

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