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Saarbrücker Band "Baby Lou" geht in Brasilien auf Tour

Sänger Marco Korz steht ab heute mit der Saarbrücker Band Baby Lou in Brasilien auf der Bühne. Die tourt dort mit ihrer neuen CD »Stagediving Into Total Darkness«.  
(Foto: Udo Weyrauch)

Sänger Marco Korz steht ab heute mit der Saarbrücker Band Baby Lou in Brasilien auf der Bühne. Die tourt dort mit ihrer neuen CD »Stagediving Into Total Darkness«. (Foto: Udo Weyrauch)

Schlagzeuger explodieren. Sie fliegen in die Luft, und dann sind sie nicht mehr da. Ärgerlich, vor allem für die Band The Spinal Tap, die sich in der gleichnamigen britischen Komödie nach jeder Explosion auf die Suche nach einem neuen Mann hinter der Schießbude machen muss. Bei der Saarbrücker Band Baby Lou herrscht unter den Trommlern eine ähnlich hohe Fluktuation. In die Luft fliegt aber niemand. „Wir sehnen uns da zwar nach mehr Beständigkeit, aber andererseits bringt so ein Wechsel auch immer neue Impulse mit sich“, sagt Marco Korz, Gitarrist und Sänger von Baby Lou. Wenn er von „wir“ redet, meint er damit sich und Bassist Flo Keller, mit dem er die Band vor zehn Jahren gegründet hat. Die Jahre trudelten so vor sich hin, bis 2011 die erste Baby-Lou- Platte „Fresh Water In A Dirty Class“ erschien. Und dann ging es los: Konzerte, Konzerte, Konzerte.

Es gibt wohl kaum einen Club in der Republik, in dem sie ihre Emo-Screamo-Punk-Rock-Fals- Metal-Electronic-Flagge noch nicht gehisst haben. „Wir sind am Limit, was das Touren angeht“, sagt Marco. Das sei wohl auch einer der Gründe, weshalb die Trommler so oft das Weite suchen. „Diesen Wahnsinn“ mache kaum jemand auf Dauer mit. „Wir organisieren alle Konzerte selbst. Und das neben unserer eigentlichen Arbeit. Das ist schon sehr stressig“, ergänzt Flo.

Finanziell werfe das zwar nichts ab – Ziel sei es stets, keine Miesen zu machen – aber es sei eben genau das, was sie tun wollen, sind sich beide einig. „Auf dicke Hose machen ist eh nicht so unser Ding“. Weil es sich in der alternativen Musikszene schnell rumgesprochen hatte, dass es da eine Band aus dem Saarland gibt, die sich den Hintern abspielt und Woche für Woche gute, energiegeladene Shows abliefert, folgten bald schon Auftritte im Ausland. London, Manchester, Wien – alles längst Baby-Lou-Land.

Reise ist ein Traum

Aber das ist nichts gegen das Abenteuer, das heute für das Trio, das (derzeit) von Schlagzeuger Johannes Albrecht komplettiert wird, beginnt. Jetzt stehen die Jungs nämlich in Brasilien auf der Bühne. „Wir haben letztes Jahr mit der brasilianischen Band Kactus ein paar Konzerte gespielt. Denen gefiel unsere Musik, und irgendwann riefen sie uns an und fragten: Habt ihr Bock auf Brasilien?“, erzählt Marco. Die Antwort lautete: „Ja, klar.“

„Diese Reise nach Brasilien ist ein Traum“, sagte Flo vor der Abreise, auch wenn mittlerweile die Nervosität gestiegen war. Im Gepäck hat die Band ihre neue Platte „Stagediving Into Total Darkness“, die seit einer Woche draußen ist. Die Instrumente bleiben allerdings im Saarland. „Der Transport wäre zu teuer. Wir zahlen die Flugtickets aus der eigenen Tasche, in Brasilien kommen wir dann privat unter. Das Equipment schnorren wir uns dann vor Ort“, sagt Marco mit einem Lachen. Acht Konzerte spielen sie in Brasilien, alle in Sao Paulo. Zudem haben sie zwei Tage ein Studio für Aufnahmen gemietet. Was danach kommt? Baby Lou werden weitermachen wie bisher und bleiben bescheiden: „Wenn wir durch die Musik jedes Jahr ein neues Land kennenlernen, das allein wäre schon super“, sagt Flo.

www. baby-lou.org

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