A620 Saarlouis - Saarbrücken Zwischen AS Saarbrücken-Luisenbrücke und AS Saarbrücken-Bismarckbrücke in beiden Richtungen mit Hochwasser ist zu rechnen Eine Einrichtung der Hochwasserumfahrung auf der A 620 für den späten Nachmittag/ Abend kann zur Zeit nicht ausgeschlossen werden. Die Verkehrsteilnehmer werden gebeten, ihre Fahrzeuge vorsorglich nicht im Umfahrungsbereich/ Gefährdungsbereich abzustellen und die mögliche Sperrung in die Fahrzeit einzuberechnen. (11.12.2017, 16:21)

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Saarbrücker Band rapt gegen Intoleranz

  Saarbrücken. Diskriminierende und intolerante Denkweisen halten sie für „den idealen Nährboden für Rechtsradikalismus und Rassismus“. Und Rap für die geeignete musikalische Form, dagegen anzusingen. Mit ihrem Song „Yes we can“ schaffte es die Saarbrücker Gruppe „Boten der Kultur“ bei der bundesweiten Aktion „Nazis aus dem Takt bringen – starke Stimmen gegen Rechts“ in diesem Jahr unter die besten zehn. In einer kleinen Auflage von 300 Exemplaren veröffentlichte die Gruppe kürzlich ihre dritte CD mit dem Titel „Botenstoff“. Politische Statements sind das Markenzeichen der sieben Rapper, die seit 1995 gemeinsame Projekte realisieren. „Wir sehen das Medium Musik als Möglichkeit, uns unserer Umwelt mitzuteilen“, erklärt der Texter, Daniel Mirghawameddin.

Hauptberuflich arbeitet der 40-Jährige als Sozialarbeiter. „Wir nennen uns Boten der Kultur, da uns Rap mit Aussage und Substanz am Herzen liegt“, erklärt Mirghawameddin. Von „plattem Gangster-Macho-Rap“ halte die Gruppe nichts. „Heutzutage werden zuviel Rapschrott und Gewalt verherrlichender Rapmüll produziert“, kritisiert Mirghawameddin. „Boten der Kultur“ hingegen verstehe Rap und Hip-Hop als eine Artikulationsform, die besonders viele Möglichkeiten biete, Stimmungen, Gefühle, Gedanken in Texte zu verwandeln. „Rap ist Sprache, Arbeit mit Sprache, und mit dieser Sprache als Werkzeug versuchen wir, verantwortlich umzugehen“, so der Texter.
 
Dabei widmen sich die „Boten der Kultur“ Themen wie Freundschaft, Liebe, Angst und Hoffnung ebenso wie aktuellen gesellschaftlichen und politischen Problemen. So etwa auch in ihrem Song „Wir kommen mit Fakten“, in dem die „Boten der Kultur“ ihrer Meinung Ausdruck verleihen, dass Atomkraft „lebensbedrohlich und eine sozial-ökologische Zumutung“ ist. Verbreitet wird das Video unter anderem über die Homepage der Partei Bündnis 90/ Die Grünen. Überhaupt ist das Internet – darunter Foren wie myspace und youtube – die wichtigste Bühne für die Saarbrücker Rapper, die nur vereinzelt live bei Auftritten zu erleben sind.Alexandra Raetzer  
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