Saarland / Luxemburg: Landesgrenze BAB 8 (D) / A 13 (Lux.), Tunnel Markusbierg in Luxemburg ist wegen Feuerübung bis zum Ende des 21.10.17 gesperrt, Verkehr wird an der AS Schengen abgeleitet. (20.10.2017, 23:07)

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Saarbrücker Choreograf trainiert Georgier für Baku

Baku/Saarbrücken. „Darüber, ob Georgien beim ,Eurovision Song Contest’ eine Chance hat, wird noch heftig gestritten“, ist sich Lasha Oniani bewusst. Aber das stört den Choreografen, der seit 18 Jahren in Saarbrücken lebt und 2012 den Beitrag für sein Heimatland inszeniert, nicht. Sein Ziel ist es vielmehr, in den drei Minuten, die Sänger Anri Jokhadze in Baku hat, einen bleibenden Eindruck bei der TV-Nation zu hinterlassen: „Da steht quasi die ganze Welt auf einer Bühne“.

Im SZ-Gespräch gewährt der 44-Jährige Einblicke in die Proben, die zurzeit in Tbilissi laufen: „Ich möchte Elemente aus dem Theaterbereich in meine Choreografie einbringen“, erklärt er. Neben dem Sänger, der in seiner Heimat – wie übrigens Oniani auch – als Star gilt, setzt er bei der Show auf eine „hübsche, schnelle“ Tänzerin und in weiß gehaltene Kulissen, wie ein Klavier und weitere Instrumente. Der Titel „I’m A Joker“ beginnt klassisch und steigert sich bis hin zur fetzigen Rocknummer.

„Wir proben zurzeit vier bis fünf Stunden täglich“, sagt der Leiter der „Compagnie Mimodram“, der auch schon für Größen wie José Carreras gearbeitet hat. „Momentan ist es sehr heiß hier in Georgien“, berichtet er am Telefon. Das erschwere natürlich die Vorbereitungen. Dennoch sei er mit der Umsetzung bisher zufrieden. Der Fernseh-Direktor aus Tbilissi habe ihn angerufen und gefragt, ob er Lust habe, den Beitrag des Sängers mit der Vier-Oktaven-Stimme zu inszenieren, erklärt Oniani, wie es zur Zusammenarbeit gekommen ist. An seiner Wahl-Heimat mag er übrigens die Mentalität der Menschen und die zentrale Lage.

Eine Gelegenheit, Saarbrücken den Künstlern näher zu bringen, habe es bisher jedoch nicht gegeben. Nach den Proben in seinem Heimatland geht’s nach Aserbaidschan. Dort stehen dann in Baku zahlreiche Durchläufe vor Kameras auf der Original-Bühne des „Eurovision Song Contests“ an. Im zweiten Halbfinale am 24. Mai, das ab 21 Uhr auf Phoenix übertragen wird, entscheidet sich schließlich, ob es Georgien in die Endrunde des TV-Wettbewerbs am 26. Mai schafft.

Die Zuschauer aus Deutschland können am 24. Mai übrigens mitstimmen und so das Team des Saarbrücker Stars für Baku unterstützen. Dann steht fest, ob Oniani getreu dem Titel „I’m A Joker“ vielleicht doch zum Glücksgriff für seine Heimat wird und seine Inszenierung den Beitrag vom Außenseiter zum Geheimtipp werden lässt...  24. Mai, 21 Uhr, Phoenix
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