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Saarbrücker Christkindlmarkt wird nicht abgesagt, aber noch besser geschützt

Bereits im vergangenen Jahr erhöhte die Polizei ihre Präsenz beim Christkindlmarkt. Nun wird nochmal aufgestockt. Dazu bekommen die Beamten der Karchestraße auch Hilfe aus anderen Dienststellen. Archivfoto: Becker&Bredel</p>

Bereits im vergangenen Jahr erhöhte die Polizei ihre Präsenz beim Christkindlmarkt. Nun wird nochmal aufgestockt. Dazu bekommen die Beamten der Karchestraße auch Hilfe aus anderen Dienststellen. Archivfoto: Becker&Bredel

Die „Gefährdungslage“ in Deutschland sei „hoch“, aber eben auch „abstrakt“, sagt der Chef der Saarbrücker Polizeiinspektion Karcherstraße, Udo Schneider. Das mache es für die Polizei schwer, aber man sei gerüstet für den Ernstfall – und zwar nicht erst seit dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin am Montagabend. Man sei mit dem Veranstalter des Saarbrücker Christkindlmarkts, dem Verkehrsverein, immer bereits im Vorfeld der Veranstaltung in „intensivem Austausch“.

Diese „ständige Abstimmung mit den Sicherheitskräften“ betont auch Alexander Hauck, der Geschäftsführer des Verkehrsvereins. Gestern nun haben sich Polizei und Veranstalter erneut zusammengesetzt, um eine zentrale Frage zu klären: Kann man es nach dem Anschlag in Berlin verantworten, den Saarbrücker Christkindlmarkt planmäßig bis zum 23. Dezember weiterlaufen zu lassen? Die Antwort von Hauck und Schneider ist ein klares Ja.

Die Polizei sei eh schon mit Fußstreifen „sehr präsent“, sagt Schneider. Diese Präsenz werde sie nun noch erhöhen. Einzelheiten gibt die Polizei aus Sicherheitsgründen nicht preis. Es könne auch sein, dass Beamte mal mit etwas auffälligerer Bewaffnung unterwegs sind. Bisher sind zum Beispiel Beamte nicht mit Maschinenpistolen in der Innenstadt unterwegs. Das könne sich ändern, sagt Schneider. Bewaffnung und Schutzwesten werden „der Lage angepasst“.

Bisher seien die „Rahmenbedingungen aber unverändert“, sagt Alexander Hauck. „Sollte sich das ändern, werden wir neu nachdenken“, versichert er. Zurzeit gebe es aber keinen Grund, den Markt abzubrechen. Aus Respekt vor den Opfern in Berlin habe man aber angeordnet, „die Musik ab jetzt auf halbe Lautstärke runterzudrehen“. Es werde auch keine Rock/Pop-Weihnachtsmusik mehr gespielt. „Es gibt nur noch stille Weihnachtsmusik“, sagt Hauck. Damit bringe man „Anteilnahme zum Ausdruck“. Hauck: „Den Christkindlmarkt abzubrechen, wäre nicht das richtige Signal.“

Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz mahnte gestern zur Besonnenheit. „Ich habe volles Vertrauen in die Arbeit unserer Polizei . Wir werden die Sicherheitskräfte bei allen Veranstaltungen nach besten Kräften unterstützen. Es darf sich kein Gefühl der Angst verbreiten. Denn Terroristen haben gewonnen, wenn wir wegen ihnen unsere Lebensgewohnheiten ändern. Unsere freie Gesellschaft ist stärker als brutaler Terrorismus“, sagt sie.

Die Saarbrücker Stadtverwaltung sei nicht nur beim Christkindlmarkt „in Sicherheitsfragen in ständigem Austausch“ mit der Polizei . Dies betreffe alle öffentlichen Veranstaltungen und „den gesamten öffentlichen Raum“. „Auch angesichts solcher schrecklicher Ereignisse wie in Berlin ist es wichtig, besonnen die Lage zu analysieren und die vorhandenen Sicherheitskonzepte zu verfolgen“, sagt die Oberbürgermeisterin.

 
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