L 365, Vollsperrung für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen in der Ortsdurchfahrt Sitzerath, aufgrund eines liegengebliebenen Schwertransportes Für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen besteht keine Vollsperrung. (19.09.2017, 01:43)

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Saarbrücker Eisenbahnstraße: Mehr Bäume und weniger Autos

Die Eisenbahnstraße hat schon bessere Tage gesehen. Bald beginnen Bauarbeiten, die auch für eine schönere Optik sorgen sollen.

Die Eisenbahnstraße hat schon bessere Tage gesehen. Bald beginnen Bauarbeiten, die auch für eine schönere Optik sorgen sollen.

Saarbrücken. Die Eisenbahnstraße und ihre Seitenstraßen werden erneuert, die Fahrbahn wird verengt, der Raum für die Fußgänger verbreitert, Bäume sollen gepflanzt, der Verkehr möglichst etwas reduziert werden und das „Kurzparken" soll endlich durchgesetzt und „Tempo 30" eingeführt werden – unterm Strich: Die Eisenbahnstraße soll schöner werden. Dass waren die Kernpunkte des Informationsabends, zu dem die Stadt Saarbrücken am Donnerstagabend die Eigentümer der anliegenden Häuser und Grundstücke in die Räume der Sparkasse eingeladen hatte. Wie die Saarbrücker Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer erklärte, hoffe man, durch die Umgestaltung zumindest einen Teil des reinen Durchgangsverkehrs von der Eisenbahnstraße fern zu halten und so die „extreme" Verkehrsbelastung etwas zu reduzieren. Für die Autos bleiben in jede Richtung eine Fahrspur (zur Wilhelm-Heinrich-Brücke wird es nur noch eine Linksabbieger-Spur statt bisher zwei geben), auch Radwege werden angelegt und breitere Überführungen für Fußgänger, zum Teil gibt es Mittelinseln mit Bäumen, zum Teil Bäume am Rand der Straße – letzteres gilt auch für die Teilbereiche der Gutenberg- und der Hohenzollernstraße von der Eisenbahnstraße in Richtung Saar. Im Zusammenwirken mit den Anliegern sollen auch die Unterseiten der Arkaden wieder ein einheitliches Bild erhalten. Wie Wandel-Hoefer auch erklärte, wolle man endlich echte Kurzzeit-Parkplätze schaffen. Dabei denkt man über ein technisches Gimmick nach: Offenbar sind derzeit technische Module in der Erprobung, die unter einer Parkfläche angebracht werden und die anhand des Drucks erkennen, ob in der Parkbucht ein Auto steht. Und diese Module können dem Hilfspolizisten dann eine Nachricht aufs Handy schicken nach dem Motto: „Hier steht ein Fahrzeug, dass die zuständige Fahrzeit überschritten hat" – ob diese technische Einrichtung aber tatsächlich kommt, ist noch offen.

Zwischen Fahrbahn und bisherigem Fußweg entsteht gewissermaßen ein „Multifunktionsraum" für Fußgänger – hier könnten auch Bänke stehen oder gegebenenfalls die Bestuhlung von Gastronomiebetrieben. Letztlich soll, auch durch einen neuen Straßenbelag, wieder ein einheitliches Bild entstehen. Die verwendeten Materialien werden wohl denen ähneln, wie sie in der Futter- und Sulzbachstraße verlegt wurden. Die Bauarbeiten sollen schon im Februar beginnen und etwa ein Jahr dauern, der Verkehr wird dabei aller Voraussicht nach ohne Baustellenampel in jede Richtung einspurig fließen können. Wie Christoph Braun vom gleichnamigen Ingenieurbüro im Auftrag der Saarbrücker Stadtwerke schilderte, wird im Zuge der Arbeiten auch das komplette Leitungsnetz (mit Ausnahme der Fernwärme) erneuert – teilweise liegen unter den Arkaden noch Wasserleitungen aus den 50er Jahren. Auch ein Leerrohr-Netz für Glasfaserkabel wird dabei verlegt. Was die Anlieger weniger glücklich macht: Sie werden über die „Straßenausbaubeitragssatzung" (Strabs) zur Kasse gebeten. Voraussichtlich insgesamt rund 300. 000 Euro werden an den Haus und Grundstücksbesitzern hängen bleiben, dazu noch kleinere Kosten für einheitliche Lampen unter den Arkaden. mr

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