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Saarbrücker Folsterhöhe: Umbau wird deutlich teurer

Die Modernisierung eines Hochhauses auf der Folsterhöhe in Saarbrücken soll 16 Millionen Euro kosten.

Die Modernisierung eines Hochhauses auf der Folsterhöhe in Saarbrücken soll 16 Millionen Euro kosten.

Die Sanierung des 13-geschossigen Hochhauses in der Straße „Vogelsborn“ auf der Folsterhöhe wird teurer als geplant. Der Betrag steigt von 14 Millionen auf 16 Millionen Euro , sagte Heike Dillhöfer, Sprecherin der Saarbrücker gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft (SgS) mbH. Das liege erstens an den hohen Brandschutzauflagen in der Landesbauordnung. Hätte die SgS das nicht von vornherein einkalkulieren müssen? Geschäftsführer Radu Gurau: „Wir haben Brandschutzmaßnahmen vorgeschlagen, die nach unserer Ansicht ausreichend waren. Aber die untere Bauaufsichtsbehörde hat mehr gefordert.“

Der Hauptgrund für die Mehrkosten seien aber die hohen Angebotspreise für die Gewerke. So sei auf die europaweite Ausschreibung zum Beispiel für den Rohbau nur ein Angebot eingegangen. Nach Angaben Guraus sei das sehr ungewöhnlich. Also habe die Gesellschaft die Ausschreibung verändert. Trotzdem seien die sogenannten „Kostenkennwerte“ überschritten worden, die die Basis für die Erstkalkulation bilden, ergänzte Dillhöfer. Dazu kommt, dass die Schäden am Beton größer seien als zunächst angenommen, sagte Gurau. Auch dies habe die SgS nicht vorher wissen können. Das treibe die Kosten weiter nach oben. „Das Finanzministerium wurde darüber früh in Kenntnis gesetzt, so dass das Geld aus dem saarländischen Wohnraumförderprogramm trotz der Verzögerung zur Verfügung steht“, ergänzte Dillhöfer. Das Unternehmen habe bei der Saarländischen Investitionskreditbank (SIKB) weiteres Geld aus diesem Förderprogramm beantragt. Hierbei handele es sich um Darlehen, wobei der niedrige Zinssatz für 30 Jahre festgeschrieben werde. Der Eigenanteil werde mindestens bei 2,7 Millionen Euro liegen. „Rund sechs Millionen Euro werden über die Kreditanstalt für Wiederaufbau und eine klassische Bankfinanzierung aufgebracht“, teilte Dillhöfer mit.

Ursprünglich sollte die Sanierung bis Ende 2016 abgeschlossen sein, berichtete die SZ im Januar. Nun dauern die Bauarbeiten voraussichtlich bis September 2017. Die Arbeiten an der Fassade hätten im September dieses Jahres begonnen. Bereits 2014 habe das Unternehmen 24 Wohnungen saniert. Jetzt ist zunächst die Fassade des linken Gebäudeteils „Vogelsborn 6“ an der Reihe, ab Juni 2016 der rechte und 2017 der mittlere. Das Hochhaus erhalte unter anderem eine 14 Zentimeter dicke Wärmedämmung und alle Wohnungen neue Fenster und Eingangstüren, zudem werden die Grundrisse teilweise verändert. Die Treppenhäuser werden renoviert und drei Aufzüge angebaut, die auf den Etagen halten. 36 Wohnungen sollen künftig barrierefrei sein.

Wer möchte, könne nach der Sanierung wieder in seine alte Wohnung ziehen, betonte Dillhöfer. Die Mieter kommen während der Arbeiten in anderen Wohnungen unter oder werden in den bereits sanierten Wohnungen im Hochhaus einquartiert. Die Arbeiten an dem Wohnblock werden bis September 2017 dauern. Foto: Oliver Dietze
 
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