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Saarbrücker Gewürzhersteller Eppers will weiter wachsen

5000 Tonnen Gewürze und Saucen stellt Eppers pro Jahr her. Das Unternehmen beschäftigt 110 Mitarbeiter.

5000 Tonnen Gewürze und Saucen stellt Eppers pro Jahr her. Das Unternehmen beschäftigt 110 Mitarbeiter.

Der Familienbetrieb Rosemarie Eppers Gewürz- und Saucenfabrik steigt in das Geschäft mit der Systemgastronomie ein. Dafür werden die Produktionsanlagen ausgeweitet und neue Maschinen angeschafft, sagt Geschäftsführer Peter Eppers senior. Bis zu zwei Millionen Euro an Investitionen hat sich das Unternehmen aus Saarbrücken-Bübingen vorgenommen. Es liefen bereits Gespräche mit großen Systemgastronomen, die Eppers im Inund Ausland mit speziellen Saucen-Kreationen beliefern will. Mit Systemgastronomie bezeichnet die Branche Restaurantketten wie zum Beispiel McDonald’s oder Pizza Hut. Zudem will Eppers neue Produkte für den Einzelhandel anbieten, die besonders zu Fisch passen. Insgesamt bringt das Unternehmen im laufenden Jahr mehr als 50 neue Produkte an den Start und rechnet mit fünf Prozent Wachstum.. Das gesamte Sortiment umfasst seit der Unternehmensgründung im Jahr 1982 mittlerweile 1000 Produkte.

In ihren Geschmacksvorlieben unterscheiden sich ältere und jüngere Menschen erheblich, stellt Peter Eppers fest. Jungen Menschen könne es nicht scharf genug sein, während ältere Menschen mildere Varianten bevorzugten. Aus insgesamt 800 importierten Rohstoffen und Gewürzen erproben 25 eigene Köche und Fleischermeister neue Produktvarianten, die in Verkostungen mit Kunden getestet werden, bevor sie in die reguläre Produktion gehen. Von dort verlassen 5000 Tonnen Gewürze und Saucen jährlich das Fabrikgelände, 20 Tonnen täglich. Allein 14 Mitarbeiter sind im Bereich der Produktentwicklung und Qualitätssicherung tätig. Eppers beschäftigt insgesamt 110 Mitarbeiter.

90 Prozent der Produkte verkauft Eppers nach eigenen Angaben auf dem deutschen Markt, der Exportanteil nehme jedoch zu. Größte Abnehmer im Ausland sind die Schweiz, Frankreich, Luxemburg, Österreich, Belgien, Spanien und Dänemark. Verkauft werden die saarländischen Produkte bei Supermarktketten wie Migros, Cora und Cactus. Im Inland sind die Produkte bei Großkunden wie Globus, Edeka, und Rewe zu finden sowie in zahlreichen Metzgereien, Bäckereien, Hotels und Gaststätten.

Mehr als 900 Rohstoffe

Sorge bereitet Eppers die steigenden Rohstoffpreise. Einige seien im Vergleich zum Jahr 2010 drei Mal so teuer. Zum Beispiel habe sich der Preis von Knoblauch innerhalb von zwei Jahren mehr als verdoppelt. Über 900 Rohstoffe werden ständig benötigt. Diese bezieht Eppers aus einem Dutzend Länder: zum Beispiel Paprika aus Spanien, Öle aus Frankreich und Italien und andere Zutaten aus Südafrika, Brasilien oder Peru. Alleine 360 000 Liter Speiseöl kann Eppers lagern.

Beliebtestes Gewürz bei den Saarländern bleibe das Schwenkbratengewürz, heißt es. Davon werde aber auch immer mehr nach Frankreich verkauft, da zahlreiche Franzosen inzwischen ihre Lebensmittel in Geschäften auf der deutschen Seite kaufen.

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