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Saarbrücker Johanneskirche: Baupaten zur Restaurierung gesucht

Saarbrücken. Bei den Sanierungsarbeiten an der Fassade der Johanneskirche wurden Schäden am Dachstuhl entdeckt. „Die Untersuchungen laufen noch, möglicherweise ist auch die Statik betroffen“, berichtet Herwig Hoffmann, Vorsitzender des Presbyteriums der Kirchengemeinde St. Johann. Sollte sich der Verdacht erhärten und eine umfassende Dachsanierung erforderlich sein, würde die bisher mit rund drei Millionen Euro veranschlagte Kirchensanierung noch teurer. „Deshalb werden wir vorerst darauf verzichten, den figürlichen Schmuck wie Giebelkreuze und Figuren zu sanieren, und die dafür vorhandenen Gelder in Höhe von 85000 Euro für den Dachstuhl verwenden“, so Hoffmann.

Um kostbare Zierelementen und Steinfiguren dennoch nicht dem Verfall preiszugeben, sucht der Bauverein Johanneskirche jetzt nach Paten für insgesamt 35 Skulpturen, Ziersteine und Giebelkreuze. „Die Sanierung kostet je nach Objekt zwischen 3000 bis 10000 Euro“, sagt die zweite Vorsitzende des Bauvereins, Regine Eichholz. Sie hofft, dass Organisationen, Privatleute und Firmen sich bereit erklären, eine Patenschaft und damit die Kosten für die Sanierung einer Figur zu übernehmen. Der Namenspatron der Johanneskirche habe bereits Paten gefunden: die Rotarier Saarbrücken bezahlten 7000 Euro für die Aufarbeitung der Johannesstatue, die inzwischen wieder aussieht wie neu.

Versteigerung alter Steine ist geplant

Fast abgeschlossen sind auch die Arbeiten an der Südfassade. „Dieser erste Bauabschnitt wird wohl Ende des Monats beendet“, sagt Herwig Hoffmann. Wie es dann weitergehe, sei völlig unklar. Denn für die drei weiteren Bauabschnitte würden insgesamt rund 2,5 Millionen Euro benötigt. „Das können wir als Gemeinde nicht alleine stemmen“, so Herwig. Mit Unterstützung des früheren Kultusminister Diether Breitenbach, der dem Bauverein beigetreten ist, erarbeite die Kirchengemeinde zurzeit ein Konzept. „Danach werden wir beim Land vorsprechen“, sagt Hoffmann.

Die 20 Mitglieder des Bauvereins rühren unterdessen weiter die Werbetrommeln, um möglichst viele Spenden für den Erhalt der Johanneskirche zusammenzubekommen. „Für Oktober planen wir nach Rücksprache mit dem Denkmalamt eine Versteigerung alter Steine der Johanneskirche, die bei der Sanierung durch neue ersetzt werden mussten“, verrät Regine Eichholz. Die „zum Teil sehr schönen Stücke“ eigneten sich etwa als Blickfang in Gärten oder Vorgärten. Regine Eichholz ist optimistisch, dass die Aktion auf Interesse stößt und Geld in die momentan leere Kasse bringt.

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