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Saarbrücker Knast will Häftlinge gut ausbilden

Saarbrücken. Mit einem neuen Projekt wollen die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen und das Saarland Strafgefangenen bessere berufliche Perspektiven nach ihrer Haftentlassung ermöglichen. Dabei sollen die Häftlinge im Gefängnis Berufsausbildungen beginnen oder vor ihrer Haftzeit begonnene Ausbildungen fortsetzen können. „Viele Gefangene sind zum Zeitpunkt der Entlassung für eine reguläre Berufsausbildung bereits zu alt. Es reichen außerdem die Haftzeiten für den Erwerb eines Berufs nicht aus“, sagte die rheinland-pfälzische Justizstaatssekretärin Beate Reich gestern. Ziel des neuen Projektes sei es, diesen Gefangenen für die Haft und für die Zeit danach eine Perspektive zu geben, die auf der Anschlussfähigkeit der in der Haft erworbenen Fertigkeiten und Kompetenzen beruhe, so Reich.

Der saarländische Justiz-Staatssekretär Wolfgang Schild sagte, dass gerade im Zuge der aktuellen demographischen Entwicklung und des zunehmenden Fachkräftemangels an- und ungelernte Gefangene ein schlummerndes Fachkräftepotential darstellten, das durch passende Angebote der Nachqualifizierung „geweckt“ werden könne. Darüber hinaus sei es für das Projekt wichtig, sich mit allen regionalen Partnern zu vernetzen, wobei im Saarland besonders die „kurzen Wege“ genutzt werden könnten, so Schild. An dem Projekt „Nachqualifizierung im Südwestverbund“ beteiligen sich neben den Justizministerien der drei Länder die Justizverwaltungen und neun Justizvollzugsanstalten.

Das Projekt soll bis Ende August 2013 laufen und wird vom Bundesbildungsministeriums mit 1,3 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert. red

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