L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Saarbrücker Kriminalstatistik 2014: Räuber, Schläger, Abkassierer

Christian Eckert, der Leiter des Kriminaldienstes (KD) Saarbrücken , lässt die Finger über Tabellen gleiten, kommentiert, ordnet ein. Der Extrakt aus folgenschweren Angriffen, Einbrüchen, Diebstählen aus Autos und Betrügereien spiegelt ein Jahr Polizeiarbeit in Saarbrücken und der Gemeinde Kleinblittersdorf, den Kampf gegen die mittlere und die schwere Kriminalität in der Region. Für die Angst, die Wut, die Ohnmacht der Opfer ist auf den eng bedruckten DIN-A4-Seiten kein Platz. In den Arbeitszimmern des KD an der Karcherstraße schon.

Opfer von Straftaten ernst zu nehmen, mit Hilfsangeboten auf die Verbrechen zu reagieren, ist die Aufgabe der 66 Ermittler. Teammitglieder schalteten zum Beispiel früh den Weißen Ring ein nach einem unglaublich brutalen Überfall in St. Arnual, den das Opfer nie vergessen wird. Und sie fassten schon rund 100 Stunden nach dem Raub die Täter. Wieder ein Fall für die Statistik 2014. Eines von 9208 Delikten. 9264 Fälle hatte das Team 2013.

Einige KD-Ermittler bearbeiten bis zu 100 Fälle. Der Durchschnitt pro Mitarbeiter liegt bei 50 Vorgängen, bei 56 Prozent die Aufklärungsquote für 2014. Das war ein Jahr, in dem viele Jugendlichen einen Sommer des Schreckens erlebten. Jene nämlich, denen Räuber brutal das Smartphone entrissen.

Um die 40 solcher Taten listet die Statistik auf. 30 gelten als geklärt, weil das KD-Team mit seinen Szenekenntnissen Verdächtige aufgespürt, Geständnisse zu Papier gebracht hat.

Fahndungserfolge schlugen sich auch positiv bei den Diebstählen aus Autos nieder. Die Fallzahlen sanken von 1350 im Jahr 2013 auf 700 im vergangenen Jahr. Grund: Zwei Serientäter kamen hinter Gitter.

Die Sachgebiete des Kriminaldienstes haben so unterschiedliche Aufgaben, dass ein Anstieg der Zahlen mitunter einen zweiten Blick erfordert. Das gilt für das Sachgebiet 2. Dessen Spezialisten jagen zwar Räuber und Schläger und helfen den Opfern häuslicher Gewalt. Aber unter den 1761 Fällen des Jahres 2014 (2013: 1628) sind auch Arbeitsunfälle, die Suche nach Vermissten, Brände und Suizidversuche. Eckerts Fazit: „Auch wenn das Sachgebiet 2 höhere Zahlen hat, sollte man nicht pauschal von höherer Gewaltbereitschaft sprechen. Das breite Zuständigkeitsspektrum ist eher ein Grund dafür“.

Bei den Betrugsdelikten ist der Anstieg ebenso auffällig. 2037 gab es voriges Jahr, 1589 im Jahr 2013. Auch bei uns grassiert der Betrug per Computer, um Waren zu ergaunern, die richtig viel wert sind.

Unverändert hoch bleibt die Zahl der Einbrüche. 2014 gab es 579 vollendete Taten und Versuche. Schon nach den ersten Monaten dieses Jahres schlagen weitere rund 190 zu Buche (SZ vom Dienstag, 21. April).

Die sogenannte „einfache, lokale Kriminalität“ vom Ladendiebstahl über den Hausfriedensbruch und die Körperverletzung bis hin zur Fahrerflucht bekämpfen die Ermittlungs- und Servicedienste (ESD) der vier Saarbrücker Inspektionen. Ein Beispiel: Rund 4900 Fälle hatte 2014 der ESD St. Johann. Auch die ESD-Teams stehen Betroffenen zur Seite, damit sie nicht erneut zum Opfer werden.

 

Zum Thema:

HintergrundDie Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle des Landeskriminalamtes hat Tel. (06 81) 9 62 35 35. Informationen darüber, wie man sich vor Einbrechern schützen kann, gibt's auch bei Christian Eckert und Raimund Hißler vom Kriminaldienst Saarbrücken , Tel. (06 81) 9 31 20. Bewohner von St. Johann können sich zudem an die Kontaktpolizisten der Inspektion St. Johann wenden. Sie kommen zu den Bürgern, beraten gratis und produktneutral. Kontakt: montags bis freitags, 7 bis 20 Uhr, (06 81) 9 32 16 66. Sollten sie außer Haus sein, rufen die Beamten zurück. ole k-einbruch.de polizei.saarland.de
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