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Saarbrücker Ludwigskirche: Schlager statt Halleluja

In der Saarbrücker Ludwigskirche finden nicht nur Messen statt. <br>

In der Saarbrücker Ludwigskirche finden nicht nur Messen statt.

Saarbrücken. Schlager-Sängerin Nicole feierte dort ihr 30-jähriges Bühnen-Jubiläum, wenig später kamen die Volksmusiker Angela Wiedel und Oswald Sattler (Kastelruther Spatzen), die Ron Stevens Gospel Singers, am 5. Dezember folgt Deborah Sasson: Die Saarbrücker Ludwigskirche scheint für viele Veranstalter zunehmend eine Alternative zu den städtischen Hallen zu werden.

Zumal die Miete der Ludwigskirche mit etwa 1.500 Euro plus Energiekosten im Vergleich zu anderen Lokalitäten relativ günstig sei, wie Pfarrer Horst Heydt wirbt. Obwohl er 2009 in den Ruhestand trat, kümmert er sich noch immer um die Ludwigskirche. Die Nettoeinnahmen nach Abzug etwa von den Reinigungskosten würden in die Restaurierung und die Arbeit der Kirche investiert, erklärt Heydt.

Musikrichtung muss passen
Welche Gruppen dort auftreten dürfen, entscheide das Presbyterium in Rücksprache mit dem Pfarrer: „Bisher haben wir aber keine Absagen geben müssen. Die Konzerte, die angefragt wurden, waren alle kompatibel.“ Aber natürlich müsse die Musik auch in den Raum passen. Die Terminierung der Veranstaltungen erfordere auch Organisationstalent. „Die Gottesdienste haben natürlich Vorrang“, stellt Heydt klar.

Zwar gebe es immer wieder „Gralshüter“, die sich darüber aufregen würden, dass in dem Gotteshaus auch kommerzielle Konzerte stattfinden würden. Doch diese Kritik halte sich in Grenzen.  Zumal für ihn die Ludwigskirche als Wahrzeichen des Saarlandes auch ein Ort sei, um Kultur zu transportieren.

Kirche als Veranstaltungsort immer öfter nachgefragt
Seit dem Umbau der Empore in den 80er Jahren erhält die Gemeinde zunehmend Anfragen von Veranstaltern. 1980 wurde zudem die eigene Reihe „Musik zur Advents- und Weihnachtszeit“ ins Leben gerufen. Die Reihen „Musik zum Markt“ und „Musik zur Passion“ ergänzen das Angebot. Unter den Akteuren seien viele, die sich eine Veranstaltungshalle finanziell nicht leisten können. Dafür würden sie ihr Publikum um Spenden für den Erhalt der Kirche bitten.

Können Gotteshäuser zu einer ernsthaften Konkurrenz für die Saarland- und Congresshalle (CCS) werden? „Viele Veranstalter gehen gezielt in Kirchen“, sagt Wilfried Blickle, Geschäftsführer der Congress Centrum Saar. Das habe unterschiedliche Gründe: etwa die besondere Umgebung oder die vergleichsweise niedrigeren Kosten. Anders etwa als in der Congresshalle müsse man in Kirchen allerdings was Gastronomie, Sitzkomfort, Beheizung und sanitäre Anlagen anbetrifft Abstriche hinnehmen. Wenn die Veranstaltungen in Kirchen überhand nähmen, würde die CCS das allerding „schon merken“, räumt Blickle ein.
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