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Saarbrücker Messerstecher muss ins Gefängnis

Ein 36 Jahre alter Mann aus der Landeshauptstadt muss hinter Gitter, weil er im September 2011 einen Passanten auf einer Fußgängerbrücke angepöbelt und niedergestochen hat. Das Landgericht Saarbrücken hat den Beschuldigten am Freitag zu zwei Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt. Mit auf der Anklagebank saßen zwei Freunde des 36-Jährigen, darunter sein älterer Bruder (38). Er wurde zu 18 Monaten Gefängnis auf Bewährung und 150 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt, weil er bei der Auseinandersetzung zugeschlagen hatte. Ein Freund (28) der beiden Brüder wurde freigesprochen. Er soll versucht haben zu schlichten, aber ohne Erfolg.

Demnach saßen die Männer am 6. September 2011 an einer Fußgängerbrücke in Burbach/Malstatt und betranken sich. Als ein Paar vorbeikam, provozierten sie dieses. Das junge Paar wollte sich das nicht bieten lassen und gab Antwort. „Damit hatten die Angeklagten einen Grund, ihre Aggression rauszulassen“, so der Vorsitzende Richter. Alle drei Männer liefen hinter dem Paar her. Einer wollte wohl schlichten und die Brüder zurückhalten – vergebens. Der 38-Jährige schlug zu. Unterdessen nahm sein jüngerer Bruder „still und heimlich sein Messer aus der Tasche und stach zu“. Er traf den Mann im linken Oberbauch und verletzte ihn schwer – aber nicht lebensgefährlich. „Das war pures Glück“, so der Vorsitzende. Ein Messerstich in dieser Region sei immer potenziell lebensgefährlich. Deshalb werde ein solcher Angriff ohne Nachsicht verfolgt. Im konkreten Fall hätte dies vier Jahre Haft bedeuten können. Aber nach dem Geständnis des Angeklagten könne dessen Strafe reduziert werden. Damit habe der Mann sich gut ein Jahr hinter Gittern erspart, so der Richter.  
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