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Saarbrücker Sneakers-Kultur: Sportlich in den Frühling

Welche Sneakers liegen in diesem Frühjahr im Trend?

Welche Sneakers liegen in diesem Frühjahr im Trend?


„Ich hätte gerne die Schuhe von Nike mit dem großen N drauf!“  – Na ja, fast. Bei der großen Auswahl können Kunden leicht den Überblick verlieren. Ob Nike oder New Balance, sogenannte Sneakers – übersetzt: Schuhe mit Gummisohle - sind zurzeit an fast allen Füßen zu sehen. Gerade jetzt, wenn die Sonne wieder zum Vorschein kommt. Sport zu betreiben ist schon lange keine Voraussetzung mehr, um sich Sportschuhe zu kaufen. Ob zur Arbeit, ins vornehme Restaurant oder ins Theater: „Kaum einer wird mehr schräg von der Seite angeguckt, wenn er sportliche Schuhe zu einem schicken Outfit kombiniert“,  erzählt Mirko Stublic, Verkäufer im Saarbrücker „Chamäleon“ am Schillerplatz. Das gilt nicht nur für die jüngere Generation, „bei uns spazieren alle durch den Laden“, sagt Stublic.  Die Jungen wollen hipp sein, die Älteren brauchen schöne Schuhe, die auch bequem sind.

Die Kunden von Jochen Kasper, dem der Store „No.10“ in der Fröschengasse gehört, sind hauptsächlich jung, „der Kern geht bis Ende 20“, sagt Kasper. Und die wüssten ganz genau, was sie wollten: Exakt das Modell, dass ihr Vorbild beispielsweise beim letzten Konzert anhatte oder das auf dem letzten Instagram-Schnappschuss zu sehen war. „Trägt Kanye West bei einem  Auftritt „Red October“ von Nike, wollen alle genau diesen roten Schuh“, erzählt Kasper. Schön? Bequem? – Egal. Der Schuh wird gekauft. „Wir profitieren davon ganz stark, dass die Musikindustrie sich momentan auf Streetwear und  Skatestyle konzentriert“, sagt Oliver Marquis, Geschäftsführer des Sportartikel-Ladens „Wind“. So kämen auch Kunden in den Laden, die sich vorher kaum mit Streetwear befasst hätten. „Früher ist man in einen Laden reingegangen und hat sich je nach Hobby und Lieblingsmusik von der Auswahl inspirieren lassen“, sagt Kasper. Die Zeiten seien vorbei.

Und die Zeiten, in denen Leute ausschließlich Schuhe im Store gekauft haben, sind eindeutig auch vorbei. Der größte Konkurrent der Sneakers- und Schuhgeschäfte ist  Amazon. „Bei manchen Kunden ist es offensichtlich, dass sie den Schuh bei uns im Laden nur anprobieren, um die richtige Größe rauszufinden“, erzählt Stublic. Daheim bestellten sie den Schuh dann im Internet etwas günstiger. Dass die Beratung auch ihren Wert habe, sei vielen dabei gar nicht klar. Klar hingegen ist für Kasper, dass man dagegen etwas tun kann. „Mich nervt es auch, wenn die Leute nur zum Anprobieren vorbeikommen“, aber deswegen müsse man sich umso mehr bemühen, sich zeigen und mit verschiedenen Aktionen auf sich aufmerksam machen. Frustriert im Laden sitzen und auf kauffreudige Kunden warten, bringe nichts. Kasper organisiert Veranstaltungen im Saarbrücker Club Modul, lädt zu Autogrammstunden mit der saarländischen Hip-Hop-Gruppe Genetikk ein und hilft dem Spendenverein WIWO bei ihren Projekten. Das Chamäleon macht mit einem Pop-up-Store  - einem temporären Shop - neben dem Hauptladen in Saarbrücken auf sich aufmerksam. Dort werden mal nur Asics ausgestellt, mal nur Le Coq Sportif, mal soll der Store als Outlet dienen. So würden neue Kunden angelockt werden, sagt Stublic.

Und trotz aller Internet-Konkurrenz: Vielen Kunden ist die Beratung im Geschäft immer noch wichtig. Im letzten Jahr standen sich die Leute für Laufschuhe vor den Läden die Füße wund. In diesem Jahr sind Casual Sneakers besonders angesagt. Genauer: Classic-Runner und  Retro-Tennis wie beispielsweise die Modelle Stan Smith und Gazelle von Adidas, Reebok Classic Leather und Nike Blazer sind besonders angesagt. Geheimtipps von Mirko Stublic sind dieses Jahr Schuhe der Marken Diadora und Saucony. Was in den nächsten Jahren auf jeden Fall kommen werde, seien reflektierende Schuhe, verrät Kasper. Die Farbe Rot bleibt im Trend, da sind sich Kasper und Stublic einig. Besonders angesagt: monofarben.
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