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Saarbrücker Standesamt: Rolls-Royce heißt jetzt Armani

Saarbrücken. Nüchternes Zahlenmaterial, aber auch Kurioses hat Jürgen Maul ausgegraben. Er ist der Chef des Saarbrücker Standesamtes. Deshalb hat er in der Landeshauptstadt den besten Überblick, was sich statistisch im abgelaufenen Jahr 2010 getan hat. Und er weiß aus Erfahrung, auf welche seltsamen Ideen stolze Eltern kommen, wenn es um den Namen des Sprösslings geht.

„Rolls-Royce“ als Vorname inakzeptabel

Nach Angaben des Amtsleiters wollte diesmal ein glückliches Elternpaar seinen neugeborenen Sohn mit dem Vornamen „Rolls-Royce“ schmücken. Diese ausgefallene Idee jedoch konnten die zuständigen Herrschaften im Amt nicht gutheißen.

Die Eltern, so erzählt Jürgen Maul, habe man davon überzeugen können, dass die Wahl dieses Vornamens dem Kindeswohl doch eher abträglich sei.

Ums mal nicht amtssprachlich zu formulieren: Dem Kleinen wären vermutlich Hohn und Spott oder auch ein derber Spitzname nicht erspart geblieben.

2010 alle Regeln eingehalten

Das Ganze nahm dann doch noch einen glücklichen Ausgang: Um nicht gänzlich den Gedanken an Luxus über Bord werfen zu müssen, haben die stolzen Eltern den Jungen am Ende „Armani“ genannt – mit dem Segen des Standesamtes. Ansonsten, so hört man aus den Amtsstuben, haben sich im abgelaufenen Jahr alle sonstigen Eltern bei der Beurkundung an die allgemein gültigen Regeln gehalten.

Und nun zur jährlich wiederkehrenden Statistik, die Folgendes darstellt: 879 Ehen sind im Zuständigkeitsbereich des Saarbrücker Standesamtes geschlossen worden, 51 weniger als noch 2009. Derweil werden 21 gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften registriert – für acht männliche und 13 weibliche Paare. Ein Jahr zuvor ließen noch 36 Paare – 17 männliche und 19 weibliche – ihre Lebensgemeinschaft auf dem Standesamt registrieren.

Keine Kevins, Marvins und Samanthas mehr

2469 Kinder kamen 2010 in Saarbrücken zur Welt, 94 mehr als im Vorjahr. 2679 Sterbefälle verzeichnet die Amtsstatistik, 55 weniger als 2009. Anzahl der Kirchenaustritte: 1035. Laut Standesamt bedeutet dies eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von fast 25 Prozent, was vor allem auf den Missbrauchsskandal bei der katholischen Kirche zurückzuführen sei.

Und nun die Hitliste der jeweils zehn am häufigsten gewählten Vornamen. Bei den Jungen sind dies: Maximilian, Leon, Luca, Alexander, Ben, Lukas, Elias, Paul, Jonas und Felix. Die Shootingstars bei den Mädchen sind: Marie, Sophie, Maria, Emma, Anna, Mia, Leonie, Lena, Johanna und Emilia. Nur unwesentlich hat sich damit der Geschmack der Eltern verändert. Denn: 2009 war Leon der beliebteste Jungen-Name, bei den Mädchen war es die Sophie.

Und jeweils dahinter fand man auch damals keine Kevins, Marvins, keine Kylies und Samanthas mehr.

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