Saarland: Rappweiler, Merziger Straße/ L 157: Vollsperrung nach Verkehrsunfall, Ölspur (04:40)

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Saarbrücker Taxifahrer wirft Kundinnen aus dem Auto

Uschi B. aus Saarbrücken könnte sich heute noch schwarz ärgern über ihr nächtliches Erlebnis mit einem Saarbrücker Taxifahrer. Sie saß mit ihren Begleiterinnen bereits im Wagen, als der Fahrer sie wieder rausschmiss.

Die SZ-Leser-Reporterin schildert den Vorfall so: „Am Samstag, 22. Februar, war ich mit zwei Begleiterinnen, darunter einer 90-Jährigen, auf der Kappensitzung in der Saarlandhalle. Gegen 1 Uhr morgens versuchten wir vor dem Eingang, ein Taxi in die Stadt zu bekommen. Das war gar nicht so einfach. Irgendwann hielt ein Taxi. Wir stiegen ein, und als es gerade losgehen sollte, kam eine Frau ans Auto und begehrte, mit mehreren weiteren Personen nach Illingen gefahren zu werden. Daraufhin schmiss uns der Taxifahrer raus. Die Fahrt nach Illingen war für ihn wohl deutlich lukrativer als die Fünf-Kilometer- Tour in die Innenstadt. Er drohte, wenn wir nicht aussteigen würden, müssten wir ihm die Fahrt nach Illingen erstatten. Es kam zu keiner Einigung, er rief auch keinen Kollegen. Schließlich stiegen wir aus, warteten nochmals eine Viertelstunde in der Kälte.“

Leider versäumte es Uschi B., sich das Kennzeichen des Wagens zu merken und den Namen des Fahrers in Erfahrung zu bringen. Eine Rückverfolgung des Vorfalls erscheint deshalb im Nachgang als zu aufwendig. Lernen kann man trotzdem daraus. Wolfgang Ramm, Geschäftsführer der Genossenschaft „Taxi Saarbrücken“, an der 129 Fahrzeuge hängen, kann über das Verhalten des Fahrers nur den Kopf schütteln. Der Mann habe sich „absolut unkorrekt“ verhalten. Es sei „eine Unverschämtheit“, was er seinen Kunden zugemutet habe.

Wie Ramm erläutert, könne ein Taxifahrer einen akzeptierten Beförderungsauftrag nicht einfach zurückgeben. Er hätte die Frauen in die Stadt fahren müssen. Dass er es nicht tat, war ein „erhebliches Vergehen“, das mit einer Ordnungsstrafe und einer „Funksperre“ geahndet werden könne. Mit solch einer Sperre werden die betreffenden Personen für eine bestimmte Zeit von der Fahrgastvermittlung durch die Zentrale rausgenommen. Das spüren sie besonders schmerzlich am Geldbeutel. Wolfgang Ramm rät allen Fahrgästen, sich in Konfliktfällen mit Taxis das Kennzeichen und die Konzessionsnummer an der Scheibe – schwarze Zahlen auf gelbem Grund – zu merken, damit die Zentralen oder die städtischen Ordnungsämter den Sachverhalten nachgehen können. 

Den Hinweis für diesen Artikel bekamen wir von Leser- Reporterin Uschi B. aus Saarbrücken. Für Sprachnachrichten aufs Band nutzen Sie die Telefonnummer (06 81) 595 98 00, oder schicken Sie alles an unsere E-Mail-Adresse: leser-reporter@sol.de oder unser Onlineformular unter www.saarbruecker-zeitung.de/ leserreporter
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