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Saarbrücker Tierschützer in Not: Es fehlt Geld für den Tierheim-Umbau

Zerbrochene Fliesen, verrostete Gitter und veraltete Rohre fügen sich zu einem Bild des Jammers. Gut, dass es jetzt wenigstens warm genug ist und nicht eisiger Wind durch alle Ritzen pfeift. Das alte Hundehaus des Bertha-Bruch-Tierheims ist für Bewohner und Betreuer gleichermaßen eine Zumutung. Das Kleintierhaus? Ein Provisorium mit viel zu wenig Platz für viel zu viele Tiere. Selbst Bauwagen müssen als Notquartiere herhalten. Auf etwa 50 geradezu explodiert ist die Zahl der Hamster, Meerschweinchen und der anderen Minis, die überforderte Halter in den vergangenen Wochen in die Obhut des Tierschutzvereins gaben. Von den 70 Hunden und 80 Katzen – Tiere auf Pflegestellen nicht mitgezählt – ganz zu schweigen.

Schon 2013 war Tierheimchefin Josephine Mathis, der Vorsitzenden des Tierschutzvereins Saarbrücken, der Gedanke an einen weiteren Winter mit dem Schrottbau unerträglich. Doch die Misere ging weiter. Die Tierschützer müssen nämlich zuallererst immer genug Geld für den Heimbetrieb aufbringen, ehe sie mit dem Bauen loslegen können. Für Personal, Tierarztkosten, Futter, Strom, Wasser, Müllabfuhr und nicht zuletzt die hohen Heizkosten sind rund 400?000 Euro im Jahr fällig. „Fast jedes neue Tier muss erst einmal für viel Geld zum Arzt.“ Allein die Kastration eines Hundes kostet, je nach Geschlecht und Größe, zwischen rund 250 und 450 Euro. Das alles muss bezahlt sein, ehe an den Baubeginn zu denken ist. Hinzu kommt: „Die Angebote, die uns für Hunde- und Kleintierhaus vorliegen, übersteigen unsere Mittel, und wir planen ja schon kleiner“, sagt Mathis’ Stellvertreterin Barbara Best. So sollte über dem neuen Hundehaus Platz für die Verwaltung sein, sollten über dem Kleintierhaus Lagermöglichkeiten für Futter, Käfige und Geräte entstehen.

Von all dem haben sich die Tierschützer bereits verabschiedet. Sie kalkulieren für das Hundehaus nun mit 500 000 und für das Kleintierhaus mit 50 000 Euro. Doch selbst der Baubeginn für das kleinere der beiden Vorhaben steht in den Sternen, wenn schon die 75 Quadratmeter große Bodenplatte, wie angeboten, 30 000 Euro kosten soll. Deshalb sucht der Tierschutzverein günstigere Anbieter, Firmen, die kostenlos Material oder Arbeiten beisteuern, sowie Sponsoren für beide Häuser. Einstweilen gehen vor allem kleine Beträge auf den Vereinskonten ein. „Es ist sehr schwierig, Spenden reinzubekommen. Hier ist der Durchbruch noch nicht geschafft“, sagt Mathis. Sie will aufrütteln, klar machen, dass Tausende Menschen und ihre Tiere im Laufe der Jahre auf dieses Heim angewiesen waren, sind und sein werden. „Das geht fix. Der Besitzer wird krank, kann sich nicht mehr um sein Tier kümmern, und schon muss es ins Heim. Wir müssen diese Tiere so artgerecht unterbringen, dass sie sich wohlfühlen“, sagt Mathis. Sie hofft mit Barbara Best und dem gesamten Vorstand, dass sie ihren Schützlingen nicht mehr viele Winter in den beiden alten Behelfsbauten zumuten müssen
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