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Saarbrücker Verein will seit 2010 verwaistes C&A-Gebäude neu beleben

Der ehemalige Sitz des Modegeschäfts C&A in Saarbrücken. Nach nur 19 Jahren hatte dieser Bau an der Ecke Kaiserstraße/Viktoriastraße als C&A-Standort ausgedient.

Der ehemalige Sitz des Modegeschäfts C&A in Saarbrücken. Nach nur 19 Jahren hatte dieser Bau an der Ecke Kaiserstraße/Viktoriastraße als C&A-Standort ausgedient.

Aus dem seit 2010 leerstehenden ehemaligen Bekleidungshaus C&A an der Ecke Kaiserstraße/Viktoriastraße in Saarbrücken soll „Globo“ werden, ein genossenschaftlich organisiertes „multikulturelles Geschäftszentrum“. Mit diesem Großprojekt betritt ein neu gegründeter Verein namens „ReVita“ („Wiederbelebung“) die öffentliche Bühne. Sein Ziel ist nach Aussage des Vorsitzenden Jürgen Straub, der „Ruinisierung“ und der „Verödung“ in der City entgegenzuwirken beziehungsweise ungenutzte Immobilien und Gewerbeflächen zu beleben. Die Gründungsversammlung fand sinnigerweise in den Räumen des alten C&A statt, dem Vorstand gehören überwiegend Personen an, die sich kommunalpolitisch für die Partei Die Linke engagieren, allen voran Präsident und Stadtverordneter Willi Edelbluth. Straub, 71, ehemals Projektentwickler, versichert allerdings, dass die Mitgliedschaft nicht an ein Parteibuch gebunden sei.

Zur möglichen Neuausrichtung des ehemaligen, 1991 gebauten sechsstöckigen Textilkaufhauses hieß es, dass ein Kaufhauskonzern als Mieter nicht mehr infrage komme. Auch der Umbau in ein Parkhaus sei nicht vorstellbar.

Wohl aber ein Konzept zur kleinteiligen Belegung mit Frischemarkt im Untergeschoss, einer ebenerdigen Gastronomie-Zone, kleinen Gewerbetreibenden und Erzeugern aus der Region sowie Outlet-Angeboten in den Obergeschossen. Der Projektname „Globo“ solle Weltoffenheit und Toleranz ausdrücken.

Nach Worten von Straub habe man Kontakt zu drei Projektentwicklern, und zwar aus Hamburg, Luxemburg und Bayern. Einem Investment von 12 bis 14 Millionen Euro stünde – „wenn das Haus brummt“ - ein Verkehrswert von 25 Millionen Euro gegenüber. Heute sei dieser Wert mit null anzusetzen, weshalb der Gebäude-Eigner „hoch motiviert“ und der Grundstückseigner „nicht abgeneigt“ sei, sich auf die Pläne von „ReVita“ einzulassen, so Straub hoffnungsvoll.

Wichtig sei es nun, potenzielle Mieter zu gewinnen, damit sich das Vorhaben für einen Entwickler rechne. 120 mögliche Mieter habe man angeschrieben, hieß es. Schlimmstenfalls ende das Ganze als „Rohrkrepierer“, so Straub, aber davon gehe man nicht aus.

Man arbeite bereits seit sechs Monaten zielstrebig an dem Vorhaben.  
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