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Saarbrücker Zoll beschlagnahmt Mantel und Teppich aus Schneeleopardenfell

Geschützte Schneeleoparden 
mussten für diese Waren ihr Leben lassen.

Geschützte Schneeleoparden mussten für diese Waren ihr Leben lassen.

Eine 28-Jährige im Regionalverband Saarbrücken muss sich auf ein Strafverfahren wegen es Verdachts des Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz gefasst machen.
Sie soll die Empfängerin eines Paketes mit Waren aus Schneeleopardenfell sein, das der Saarbrücker Zoll bereits Anfang August beschlagnahmt hat.

Die angeblichen Erbstücke waren per Post aus Osteuropa an die 28-Jährige gesendet worden. Da der Schneeleopard jedoch vom Aussterben bedroht ist, wird er im Washingtoner Artenschutzübereinkommen als geschützte Tierart gelistet. Teil dieses Schutzes ist, dass die Tiere und deren Felle nicht frei gehandelt werden dürfen. Bei der Einfuhr in die Europäische Union ist deshalb u. a. eine Einfuhrgenehmigung des Bundesamts für Naturschutz notwendig. Diese konnte die Paketempfängerin allerdings nicht vorlegen.
 
Mantel und Teppich wurden beschlagnahmt, gegen die 28-Jährige wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz eingeleitet. Die weitere Sachbearbeitung übernahm das Zollfahndungsamt Frankfurt/Main in Kaiserslautern.

Der Artenschutz ist auf den bestmöglichen Schutz der Tier- und Pflanzenwelt ausgerichtet. Deshalb wird nicht zwischen „aktuellen Verstößen“ und „Altlasten“ unterschieden. Auch wenn - wie in diesem Fall - die Schneeleopardenfelle schon älter und bereits benutzt waren, werden die Tiere bzw. die Erzeugnisse daraus aus dem Verkehr gezogen, wenn die vorgeschriebenen Formalitäten, wie die Vorlage einer Einfuhrgenehmigung, nicht vorliegen.

Zusatzinformation: Der Schneeleopard (lateinische Bezeichnung: Uncia uncia) ist nach Anhang I geschützt. Bereits seit Beginn des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (1975) befindet sich der Schneeleopard in dieser höchsten internationalen Schutzstufe. Die Rote Liste bedrohter Tier- und Pflanzenarten geht derzeit von einer weltweiten Gesamtpopulation von 4.000 bis 6.500 erwachsenen Tieren mit abnehmender Tendenz aus.

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