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Saarbrücker Zoll findet zwei Kilogramm Amphetamin und 700 Exctasys

 Bei einer Kontrolle auf der Autobahn 8 in Fahrtrichtung Saarbrücken in der Nacht von Sonntag auf Montag waren die Zöllner auf ein Auto mit Stuttgarter Kennzeichen aufmerksam geworden: Nachdem er ein Zoll-Einsatzfahrzeug vor sich auf der Autobahn bemerkt hatte, drosselte der Fahrer eines  Ford die Geschwindigkeit ganz plötzlich und versuchte so anscheinend, einer Kontrolle zu entgehen.

Die Zöllner lotsten das Fahrzeug und den 48-jährigen Fahrer auf einen Parkplatz zur Kontrolle. „Unsere Fragen nach Waffen und Drogen machten ihn äußerst nervös“, erklärt Dorothee Wolfrum, Pressesprecherin des Hauptzollamts Saarbrücken. „Angeblich habe er einen Freund in Schengen besucht“.

Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs fanden die Beamten einen Tankbeleg, kaum sechs Stunden alt, aus Maastricht. „Das brachte ihn komplett aus der Fassung“, so Dorothee Wolfrum weiter. Den Zöllnern erzählte der Stuttgarter eine abenteuerliche Geschichte: In Frankfurt habe er einen Mann kennen gelernt und mit nach Maastricht genommen. Dort habe der ihm Unbekannte in einem „Coffee-Shop“ eine blaue Nylontüte abgeholt und beide seien wieder gemeinsam zurück gefahren. Der Fremde sei in Schengen ausgestiegen. Erst nach dem Grenzübertritt sei ihm aufgefallen, dass der Mann die Tüte in seinem Auto vergessen hatte. Er habe sie aus dem Auto geworfen. Im nahen Umfeld der Kontrollstelle fanden die Beamten auch tatsächlich einen blauweiße Tüte mit insgesamt zwei Kilogramm Amphetaminpaste und rund 700 Exctasy-Tabletten. Das Rauschgift  hat laut Hauptzollamt einen Straßenverkaufswert zwischen 60.000 und 70.000 Euro.

Gegen den 48-jährigen Süddeutschen wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachtes eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen übernahm das Zollfahndungsamt Frankfurt am Main, Dienstsitz Kaiserslautern.

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