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Saarbrücker Zoo: Süße Tierkinder suchen Paten

Saarbrücken. Im Frühling wird der Saarbrücker Zoo zum Kinderzimmer. In diesem Jahr haben bereits Ziegen, Kattas, Erdmännchen und zuletzt das Tapirpärchen Sira und Bruno Junge bekommen. Ein Segen für den Zoo. Denn die Babys ziehen Besucher an, die sich mehr als andere für den Tierpark einsetzen. „Der Nachwuchs bringt uns auch Zoobesucher, die eine Patenschaft für die Tiere übernehmen“, sagt Hans-Dieter Casper. Er leitet die Verwaltungsabteilung des Zoos. „Mit etwas Glück können die Paten dem Nachwuchs sogar einen Namen geben. Das hängt von der Tierart ab.“

Seit vor fünf Jahren die Zooführung wechselte und Richard Francke Direktor wurde, laufe die Patenvermittlung gut, sagt Casper. Jährlich übernehmen seitdem mehr Saarländer eine Tierpatenschaft: Waren es 2009 noch 127 Paten, stieg die Zahl 2011 auf 151. Meist handelt es sich bei den Patenschaften um Geschenke. Tierfreunde machen damit zum Beispiel ihren Enkeln zu Weihnachten oder zur Kommunion eine Freude. „Tierpaten werden häufig Menschen, die sich stark mit dem Zoo befassen“, sagt Casper. Wer so tierlieb ist, darf auch einen Paten der besonderen Art ernennen. „Ein Kind hat zum Beispiel mal seinem Kuscheldino eine Patenschaft gewidmet“, sagt Casper. Prominente wie die Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD) kommen gern in den Zoo, um sich nach dem Wohlergehen ihrer Tiere zu erkundigen. Britz ist Patin von Uhu Charlotte.

2012 haben sich bis Anfang Mai 55 Paten gefunden. Dabei können Tiere mehrere Paten haben. „Nasenbären und Korsaks, also Steppenfüchse, sind derzeit sehr beliebt“, sagt Zoodirektor Francke, der für rund 1000 Tiere aus 150 Arten verantwortlich ist. Mit jedem Paten, den der Zoo gewinnt, steigen die Einnahmen. Eine Patenschaft kostet zwischen 25 Euro beispielsweise für einen Pfau bis hin zu 800 Euro für eine Giraffe. Die Höhe der Summe hängt davon ab, was der Unterhalt des Tieres kostet und wie beliebt es ist. 12 000 Euro brachten die Patenschaften im vergangenen Jahr. Eine kleine Summe, verglichen mit den zwei Millionen Euro, die die Stadt im Jahr für den Zoo ausgibt. „Aber jeder Cent ist gern gesehen“, sagt Casper. Das Geld fließe in einen großen Topf, aus dem der Zoo vor allem Essen, Pflege und den Tierarzt bezahlt. „Es kommt den Tieren auf jeden Fall zugute“, sagt Casper, „ich kaufe mir davon keinen neuen Schreibtisch.“

Für ihr Engagement erhalten die Paten eine Urkunde, und Plaketten am Gehege tragen ihren Namen. Wer mindestens 100 Euro bezahlt, bekommt zudem eine Jahreskarte für die Familie. Ins Gehege ihres Lieblings dürfen die Zooförderer jedoch nicht immer. „Wo es machbar ist, probieren wir es natürlich“, sagt Zoodirektor Francke. Bei den Ziegen zum Beispiel. Bei Raubtieren gehe das natürlich ebenso wenig wie bei einigen anderen heiklen Zoobewohnern. „Würden wir einem Kind eine Vogelspinne auf die Hand setzen, und die fiele runter, wäre natürlich einiges los“, sagt Casper.

Viel los im besten Sinne ist 2012 ohnehin im Zoo. Zum 80. Geburtstag eröffnen die Verantwortlichen die neue Seehundanlage und legen den Grundstein für das Gorilla-Gehege.

Die Paten bekommen 2013 ein besonderes Dankeschön. Die Zoo-Leitung plant für nächstes Jahr ein Grillfest. Womöglich treffen sich die Paten danach alle zwei Jahre, um bei ihren Lieblingen zu feiern.

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