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Saarbrücker bricht bei Mutter ein, muss in Psychiatrie

Saarbrücken. Das Landgericht hat einen gelernten Bauschlosser (41) zur Unterbringung in der geschlossenen Psychiatrie verurteilt. Der Vollzug wurde zur Bewährung ausgesetzt. Mit dem Urteil folgten die Richter dem Antrag des Beschuldigten und setzten sich über den Rat einer forensischen Gutachterin hinweg. Der Mann kam schon in der Schule mit Haschisch in Berührung. Später kamen Aufputschmittel hinzu. Dennoch hat er in seinem Handwerk den Gesellenbrief gemacht. Bei der Bundeswehr begann er Fahnenflucht und wurde nach ein paar Wochen Bau ausgemustert.

Vor Gericht stand er jetzt, weil er bei seiner Mutter zweimal eingebrochen ist. Er ließ Schmuck und Fahrräder mitgehen und richtete mutwillig Sachschaden an. Die Sachen hat er inzwischen zurückgegeben. Die 63-Jährige hat einem Minijob in der Gastronomie. Angezeigt habe sie ihn, damit er endlich in wieder in Behandlung komme. Zu oft schon habe er Therapien abgebrochen und sei straffällig geworden, konnte aber wegen Schuldunfähigkeit nicht belangt werden. Der Beschuldigte kann sich wortgewandt verteidigen.

Er will ambulant behandelt werden. Seine Mutter würde ihn wieder aufnehmen und er hat seit Jahren eine Freundin mit gutem Beruf. Neben seiner Rente hatte er einen Job als Pizzabote. In einer psychiatrischen Klinik war er als Therapiehelfer engagiert. Sein derzeitiger Arzt berichtet über seine Aufnahme in der geschlossenen Forensik. Er beschreibt das Bild eines eingefangenen wilden Tieres, spricht es aber nicht aus. Inzwischen sei er krankheitseinsichtig und medikamentös gut eingestellt. Seine weitere Behandlung bedürfe scharfer Kontrolle, müsse aber nicht zwingend hinter Gittern erfolgen. Anders die Gutachterin der Universitätsklinik Homburg. Schon die geringste Abweichung von ärztlichen Anordnungen berge hohe Rückfallgefahr. Es bestehe dann durchaus Gefahr für die Allgemeinheit. Eine Heilung sei eher nicht denkbar, sagte die Expertin. jht
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