A8 Luxemburg - Saarlouis AS Perl in beiden Richtungen Anschlussstelle gesperrt, Baustelle bis 20.11.2017 06:00 Uhr (09.10.2017, 05:53)

A8

Priorität: Sehr dringend

1°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
1°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Saarbrücker entsorgen elf Tonnen Hausmüll illegal in öffentlichen Behältern

Saarbrücken. Ein Mitarbeiter des Zentralen Kommunalen Entsorgungsbetriebs (ZKE) umarmt einen Müllbehälter. Mit diesem Foto warb das städtische Stadtreinigungs- und Müllentsorgungsunternehmen vor zwei Jahren dafür, „lieb zu sein“ zu den städtischen Abfallkörben. Grund: Innerhalb eines Jahres wuden rund 400 der 1300 öffentlichen ZKE-Abfallbehälter beschädigt. Dass seit Anfang des Jahres viele Saarbrücker die Abfallbehälter offenbar besonders lieb haben, liegt allerdings nicht an dieser Kampagne. Es liegt am neuen Müllgebührensystem.

Seit Januar wird die Gebühr für Rest- und Biomüll nämlich nicht nur nach Tonnengröße und Leerungshäufigkeit, sondern auch nach Gewicht berechnet. „Die Müllverwiegung gibt den bestmöglichen Anreiz Müll zu sparen“, teilt der ZKE mit. Das Wiegen des Mülls schafft aber noch einen anderen Anreiz: Den Müll nicht in die eigene Tonne, sondern ihn in die plötzlich beliebten Abfallbehälter am Straßenrand zu werfen.

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres sind rund elf Tonnen mehr Müll in die öffentlichen Abfallbehälter geworfen worden als im ersten Halbjahr 2010. Das Müllauflkommen in den orangenen und inzwischen teilweise auch schwarzen Abfallbehältern ist von 184,5 Tonnen im ersten Halbjahr 2010 auf 195,5 Tonnen im ersten Halbjahr 2011 gestiegen. Das teilte ZKE-Geschäftsführfer Bernd Selzner am Freitag auf SZ-Anfrage mit.

Das sei zwar nicht wenig, aber nicht dramatisch, sagt der ZKE-Chef. Denn der Anteil des Mülls, der in den öffentlichen Abfallkörben landet, sei verschwindend gering im Vergleich zu dem, der in der schwarzen Restmülltone abgefahren wird. Rund 35.000 Tonnen werden im Jahr über die Mülltonne entsorgt.

Geld sparen kann man nicht nur, wenn man seinen Hausmüll unerlaubter Weise in öffentliche Abfallbehälter wirft, sagt Selzner. Mit dem neuen Gebührensystem soll nicht nur das Müllaufkommen verringert werden, die Bürger sollen auch Geld sparen können.

Wie bisher gibt es einen festen Abfuhr-Rhythmus – entweder wöchentlich (nur Innenstadt), zweiwöchentlich oder vierwöchentlich. „Müllgebühren spart man, indem man das Gewicht des Abfalls verringert, den man in der Mülltonne entsorgt. Am besten funktioniert das, indem man Wertstoffe wie Papier, Glas, Biomüll und Verpackungen getrennt entsorgt. Man spart kein Geld, wenn innerhalb des gewählten Abfuhrrhythmus die Tonne nicht heraus gestellt wird“, erklärt der ZKE.

Die Biotonne wird zwar auch gewogen, sagt Selzner. Dennoch lohne es sich, Biomüll aus der schwarzen Restmülltonne rauszuhalten. Für die Biotonne berechnet der ZKE keine Basisgebühr und kein Mindestgewicht. Außerdem ist das Kilo Biomüll (17 Cent) billiger als das Kilo Restmüll (29 Cent).

Die Aufteilung der Müllgebühr in einem Mehrfamilienhaus ist, wie im alten Gebührensystem auch schon, Sache des Eigentümers. Er kann die Aufteilung der Müllgebühren nach verschiedenen Methoden aufteilen. „Im Prinzip ist es möglich, statt einer gemeinsamen Mülltonne oder einem Müllcontainer, für jede Wohnung oder mehrere Mietparteien eine eigene, bei Bedarf auch abschließbare, Tonne aufstellen zu lassen. Damit könnte jeder Partei die entsprechende Müllgebühr eindeutig zugeordnet werden“, teilt der ZKE mit. Er warnt allerdings: „Da für jede einzelne Tonne eine Basisgebühr (Abhängig von Tonnengröße und Leerungshäufigkeit) anfällt, kann diese Lösung teurer werden als eine gemeinsame Tonne.“

Informationen zum Müllwiegen: Tel (0800) 7080330
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein